Zoos öffnen am Montag : Auch Tierparks leiden unter Corona-Maßnahmen

Seebär Edgar im Zoo Rostock
Seebär Edgar im Zoo Rostock

Die Zoos öffnen ab Montag wieder, aber die Corona-Ausgangsbeschränkungen treffen die Einrichtungen hart. Unsere Zeitung unterstützt einen Spendenaufruf.

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17. April 2020, 05:00 Uhr

Rostock | Die gute Nachricht zuerst: Die zoologischen Einrichtungen im Land dürfen ab kommenden Montag wieder öffnen. „Wir wollen eine zusätzliche Bewegungsmöglichkeit für die Familien schaffen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer langen Kabinettssitzung.

Die Schlechte: Die Zoos in Rostock und Schwerin trifft die Corona-Pandemie hart. Aber auch andere Einrichtungen wie der Wildpark Güstrow kämpfen mit denselben Einbußen wie die großen Zoos. Zwar dürfen sie ab Montag wieder geöffnet werden, dennoch sei die Situation schwer.

Auch Rostocks Zoodirektor Udo Nagel hatte bereits Ende März Alarm geschlagen: „Langsam wird es eng“, sagte er und verwies auf die fehlenden Besuchereinnahmen bei dennoch weiter laufenden Fixkosten. Diese lägen bei rund einer Million Euro monatlich.

Der Zoo hat sich auf die Schließung bis 20.04.2020 eingestellt, danach wird es eng.
Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Der Zoo hat sich auf die Schließung bis 20.04.2020 eingestellt, danach wird es eng.

 

Dazu gehörten die Futter-, Energie- und Heizkosten sowie die Lohn- und Gehaltszahlungen der rund 120 Mitarbeiter. Mittlerweile, so bestätigte Zoo-Sprecher René Gottschalk gestern unserer Zeitung, 17 Mitarbeiter, die an den Kassen, im Shop und Buchungsservice beschäftigt sind, in Kurzarbeit.

Es fehlen Tausende Besucher

Anfang April konnte der Rostocker Zoo stolz die erste Geburt eines Gorillas in der Zoogeschichte verkünden. Doch gesehen hat das Baby noch kein Besucher, denn der Zoo ist geschlossen. Zum Vergleich: Allein über das Osterwochenende im vorigen Jahr zählte der Rostocker Zoo gut 19 000 Besucher. Die fehlten dieses Jahr komplett.

Bereits im Vorfeld  hatte sich der Zoo auf die Schließung bis 20. April eingestellt, sagte  Zoo-Direktor  Nagel. „Bis dahin muss das einfach gehen.“

Das Land bemüht sich zwar um Unterstützung. So appellierte Agrarminister Till Backhaus gerade am Mittwochabend noch einmal an den Bund, ein Hilfsprogramm aufzulegen. Doch egal, welche Hilfen es geben sollte - sie werden wohl nicht kompletten Einnahmeausfälle kompensieren, bestenfalls einen Teil der laufenden Kosten auffangen.

Staatliche Hilfen werden nicht reichen

So sagte denn auch der Schweriner Zoo-Leiter Tim Schikora: „Bekommen wir keine schnelle Hilfen, droht uns ein Fiasko.“  Seit dem 17. März ist dort die Einrichtung  geschlossen.  Die Eintrittsgelder, Shopumsätze, Umsatzbeteiligung an der Gastronomie, Gebühren für Kindergeburtstage und Führungen sind komplett weggebrochen. Im vergangenen Jahr waren allein von Karfreitag bis Ostersonntag 10.000 Gäste gekommen, die sich auf dem 24 Hektar großen Areal 1500 Tiere 160 verschiedener Arten ansehen konnten.

70 Prozent des Gesamtetats muss der Schweriner Zoo laut Schikora selbst erwirtschaften. 30 Prozent steuere die Stadt Schwerin jährlich dazu. Im vergangenen Jahr besuchten rund 140.000 Menschen den Zoo am Südufer des Schweriner Sees. Das war ein Rekord.

Spenden von zu Hause

Weil aber auch staatliche Hilfen, wenn sie denn kommen, nicht ausreichen werden, um die Tiergärten über die Krisenzeit zu bringen, rufen die Norddeutschen Neuesten Nachrichten gemeinsam mit dem Rostocker und dem Schweriner Zoo unsere Leser zum Spenden auf.

Wer helfen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder wird direkt auf ein gemeinsames Spendenkonto eingezahlt - die Zoos teilen die Summe dann gerecht auf.

Spendenkonto

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IBAN: DE95 1405 2000 0380 0626 90
BIC: NOLADE21LWL
Verwendungszweck: Zoo Rostock und Schwerin

Noch einfacher funktioniert es digital. Wer den Zoo Rostock und Schwerin von zu Hause aus unterstützen möchte, kann dies ab sofort via PayPal tun. Und so einfach geht's:

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Gemeinsam hoffen die Zoo-Mitarbeiter in Rostock und Schwerin auf viele Unterstützer. Das hilft den Tieren, aber vor allem den Menschen, die sich ungeachtet der Corona-Maßnahmen mit Herzblut um die Tiere kümmern.

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