Rostock : Mann springt ins Gleis

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34-Jähriger bleibt danach regungslos liegen. Gruppe verursacht später Verzögerungen im Zugverkehr.

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08. Juni 2020, 14:38 Uhr

Rostock | Gleich zwei Vorfälle, bei denen sich Personen auf Bahngleise begeben haben, ereigneten sich am Sonnabend innerhalb von wenigen Stunden. Wie die Polizei am Montag bekannt gab, hielt sich ein 34-jähriger Mann gegen 13.45 Uhr auf dem S-Bahnhaltepunkt Lütten Klein auf, der in die Gleise sprang und auf die Passanten einen verwirrten Eindruck machte.

Anschließend setzte er sich in die S-Bahn Richtung Rostock-Hauptbahnhof und stieg dort aus. Eine Streife der Bundespolizeiinspektion fand ihn dann regungslos am Bahnsteig 2 liegen. Er war offensichtlich am Kopf verletzt und hatte eine blutende Platzwunde über der linken Augenbraue. Der hinzugerufene Notarzt stellte einen Atemalkoholwert von 2,91 Promille fest. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Gegen den 34-Jährigen wurde eine Anzeige wegen des unbefugten Aufenthaltes im Gleisbereich aufgenommen. Zu einer Beeinträchtigung des Bahnverkehrs kam es nicht.

Gruppe im Gleis zwingt Zug zum Stopp

Ganz anders verhielt es sich beim nächsten Fall. Gegen 19.14 Uhr teilte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn der Polizei mit, dass auf der Strecke Rostock-Tessin in Höhe Kessiner Brücke eine Regionalbahn zum Stehen gekommen sei und ihre Fahrt nicht fortsetzen könne, da sich dort mehrere Personen im Gleis befänden und diese nicht verlassen würden.

Die herbeigerufenen Polizisten fanden die Personen allerdings nicht mehr an. Bei der Suchenach den Tatverdächtigen in der näheren Umgebung trafen die Beamten dann einen 39-jährigen Mann an, der angab, sich zusammen mit zwei Frauen lediglich an den Gleisen aufgehalten zu haben, was jedoch vom Triebfahrzeugführer dementiert wurde.

Verspätungen von 67 Minuten die Folge

Ein bei dem Mann durchgeführter freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,41 Promille. Die per angefordertem Polizeihubschrauber durchgeführte Fahndung nach den beiden Frauen verlief ergebnislos.

Insgesamt kam es bei zwei Zügen zu Verspätungen von 67 Minuten und bei zwei weiteren zu Teilausfällen. Der Mann muss sich wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten. Ob er auch strafrechtlich belangt werden kann, wird derzeit geprüft.

Zudem sucht die Polizei in diesem Fall nach Zeugen. Wer kann Angaben, zu den weiblichen Personen, die sich ebenfalls im Gleis aufgehalten haben sollen, machen? Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Rostock unter der Telefonnummer 0381/20 83 11 11 oder 0381/20 83 11 12 entgegen.

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