Rostock : Trotz Corona-Krise - Ordnungsamt verteilt Knöllchen

Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Hansestadt bieten auch zu Zeiten der Corona-Krise Rasern und Falschparkern die Stirn.
Die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Hansestadt bieten auch zu Zeiten der Corona-Krise Rasern und Falschparkern die Stirn.

Ein Drittel der Beamten ist derzeit freigestellt. Raser und Falschparker werden trotzdem kontrolliert.

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03. April 2020, 05:00 Uhr

Rostock | Der Alltag der Rostocker ist durcheinander seit zur Eindämmung des grassierenden Coronavirus immer mehr Sanktionen, zuletzt sogar die Kontaktsperre in der Hansestadt verhängt wurden. Auf eines können sich die Hansestädter jedoch verlassen - das Knöllchen an der Frontscheibe.

Zumindest, wenn das dazugehörige Auto im Parkverbot oder unberechtigt im Anwohnerparken steht. Denn: "Die Verkehrsüberwachung durch den Kommunalen Ordnungsdienst erfolgt weiterhin, allerdings auf deutlich reduziertem Niveau", teilt Rathaussprecherin Kerstin Kanaa mit.

Weniger Mitarbeiter in der Verkehrsüberwachung

Insgesamt seien beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) der Hansestadt 45 Mitarbeiter beschäftigt, wovon 41 in der Verkehrsüberwachung tätig seien, so Kanaa. Derzeit sei jedoch gut ein Drittel der Beamten freigestellt, da sie aufgrund der Corona-Krise ihre Kinder betreuen müssten oder zur Risikogruppe gehören würden.

Dennoch seien die Beamten des KOD weiterhin im gesamten Stadtgebiet zur Kontrolle des Verkehrsraums unterwegs. Priorität hätten dabei Verstöße wie beispielsweise das Zuparken von Rettungswegen. Zudem würde auch weiterhin geblitzt, betont die Rathaussprecherin.

Spielplätze und Parkplätze weiter überwacht

"Polizei und Ordnungsbehörde bemühen sich gemeinsam, die Einwohner für die Wichtigkeit der Einhaltung der getroffenen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sensibilisieren, dies im öffentlichen Raum zu kontrollieren und gegebenen Falls durchzusetzen", so Kanaa.

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So würden nicht nur Strafzettel verteilt, sondern auch die Einhaltung des Kontaktverbots überprüft. Zudem kontrollierten die Mitarbeiter des KOD auch, ob sich auf den 170 öffentlichen Spielplätzen der Hansestadt keine Menschen aufhalten würden. Diese sind seit dem 17. März in Rostock gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

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Auch die rund 100 Spielplätze der größten Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro, würden derzeit regelmäßig durch vier Hausmeister-Teams kontrolliert, teilt Unternehmenssprecher Carsten Klehn auf Anfrage mit. Ebenso erfolge weiterhin eine Überwachung der Wiro betriebenen öffentlichen Parkplätze, wie beispielsweise am Rostocker Stadthafen oder an der Mittelmole in Warnemünde.

Patrouille trotz geschlossener Geschäfte

"Im großen und ganzen halten sich die Rostocker an das Kontaktverbot, zeigen Verständnis und sind freundlich, wenn man sie darauf hinweist Abstand zu halten", berichtet City-Vogt Veit Nehring der täglich in der Innenstadt auf Streife geht. Ein Verstoß gegen die Corona-Auflagen kann die Rostocker teuer zu stehen kommen.

Denn ähnlich wie Hamburg verfüge nun auch Mecklenburg-Vorpommern über einen Corona-Bußgeldkatalog, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Donnerstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Demnach müsse beispielsweise 150 Euro zahlen, wer den Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhalte.

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Zudem kontrolliere Nehring derzeit, ob sich in der Innenstadt an die Zwangsschließung gehalten werde. Verstärkt kämen diesbezüglich Hinweise aus der Bevölkerung, denen nachgegangen werde. "Meistens bewahrheiten sich diese jedoch nicht", so Nehring.

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