Rostock und Greifswald : Landtag will Krebsforschungszentrum in MV fördern

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Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald setzen sich gemeinsam für onkologische Spitzenmedizin ein.

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15. Mai 2020, 17:11 Uhr

Rostock | Um Krebspatienten flächendeckend und nach dem neuesten Stand der Technik untersuchen und behandeln zu können, haben die Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald ein gemeinsames, standortübergreifendes Krebsforschungszentrum auf den Weg gebracht. Jetzt hat das Land eine Förderung für das Zentrum bewilligt. Beide Unimedizinen werden ab Juli für eine zweijährige Aufbauphase mit insgesamt 3,5 Millionen Euro unterstützt, teilte die Universitätsmedizin Rostock am Freitag mit. Anschließend stehen jährlich eine Million Euro Landesmittel je Standort zur Verfügung.

Laut Unimedizin erkranken in Mecklenburg-Vorpommern pro Jahr rund 12.000 Menschen an Krebs. Damit verzeichnet MV in Ostdeutschland die meisten neuen Krebserkrankungen pro 100.000 Einwohner, Tendenz steigend. Das Comprehensive Cancer Center Mecklenburg-Vorpommern - kurz CCC-MV - soll neben Diagnostik, Behandlung und Vor- und Nachsorge von Patienten aller Altersgruppen besonders die Krebsforschung in den Bereichen Prävention, Früherkennung und innovative Therapien stärken.

Erstes CCC in MV

"Jeder Krebs ist anders. Das stellt uns vor besondere Herausforderungen. Vor allem die onkologische Forschung ist sehr bedeutend, denn so können Früherkennung und anschließende personalisierte Behandlungen verbessert werden", sagte Prof. Dr. Christian Junghanß, Leiter der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Sprecher des Schwerpunktes Onkologie der Unimedizin Rostock am Freitag.

"Die Gründung des CCC-MV ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Onkologie der Universitätsmedizinen", so Prof. Dr. Christian Schmidt, Leiter der Klinik für Hämatologie und Onkologie und Sprecher der CCC-MV Initiative der Unimedizin Greifswald.

Deutschlandweit existieren aktuell 23 onkologische Spitzenzentren. Neben Brandenburg und dem Saarland zählt MV zu den Bundesländern, die bisher über kein CCC verfügen. "Wir haben das Konzept zu unserem gemeinsamen CCC-MV im November 2019 Vertretern des Landtages und der Ministerien auf einem Parlamentarischen Abend in Schwerin vorgestellt. Nur kurze Zeit später sagte das Land für unser Vorhaben eine Unterstützung zu", teilten beiden Ärztlichen Vorstände der Universitätsmedizinen Prof. Dr. Christian Schmidt (Rostock) und Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke (Greifswald) mit.

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