Rostock : Kita-Notfallbetreuung wird ab Montag erweitert

Ab Montag können Eltern aus weiteren systemrelevanten Berufsgruppen die Notfallbetreuung für ihre Kinder anmelden.
Ab Montag können Eltern aus weiteren systemrelevanten Berufsgruppen die Notfallbetreuung für ihre Kinder anmelden.

Eltern aus weiteren Berufsgruppen können einen Antrag bei der Stadt stellen. Die Formulare sind online abrufbar.

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22. April 2020, 18:09 Uhr

Rostock | Ab Montag wird die Notfallbetreuung von Kindern in der Hansestadt erweitert, teilte das Rostocker Amt für Jugend, Soziales und Asyl am Mittwoch mit. Gemäß der Allgemeinverfügung des Landes haben dann auch Eltern aus zusätzlichen sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen einen Anspruch darauf, dieses Angebot zu nutzen.

So dürfen Kinder die Kita besuchen, bei denen mindestens ein Elternteil im Gesundheits- und Pflegebereich, der Lebensmittelversorgung, Justiz und Verwaltung sowie im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Strom-, Gas-, Wasser-, Fernwärme-, Kraftstoffversorgung, Abwasserbeseitigung oder Abfallentsorgung tätig ist.

Erklärung von Elternteil und Arbeitgeber muss vorliegen

Wie die Verwaltung mitteilt, sei für eine Entscheidung darüber, ob eine Notfallbetreuung infrage komme, zwingend erforderlich, dass die Eltern schriftlich erklären, dass eine private Kinderbetreuung anderweitig nicht organisiert werden könne. Zudem müsse eine schriftliche Erklärung des jeweiligen Arbeitgebers vorliegen, die bestätigt, dass der Elternteil in einer kritischen Infrastruktur nach Allgemeinverfügung tätig und dessen Präsenz am Arbeitsplatz für das Funktionieren dieser Infrastruktur zwingend notwendig ist.

"Auch der zweite Elternteil muss mit der Unabkömmlichkeitserklärung seines Arbeitgebers glaubhaft darlegen, dass eine persönliche Kinderbetreuung nicht möglich ist", heißt es aus dem Jugendamt. Ist der in der kritischen Infrastruktur tätige Elternteil selbstständig, wird der Nachweis durch eine schriftliche Eigenerklärung ersetzt.

Entscheidung treffen Kitas

Alle erforderlichen Unterlagen sind dann bei der Kindertageseinrichtung oder der Kindertagespflegeperson einzureichen. Die Formulare für die Beantragung sind im Internet unter www.rostock.de/jugendamt zu finden.

Die Entscheidung obliegt anschließend gemäß der Allgemeinverfügung den örtlichen Trägern der Jugendhilfe. Die Hansestadt Rostock hat dies an die Leitung der Kitas übertragen. In besonderen Härtefällen entscheidet das Jugendamt.

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