Prozessauftakt in Rostock : 42-Jähriger muss sich wegen Totschlags verantworten

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Michael P. ist angeklagt, seinen Mitbewohner im Obdachlosenheim Rostock mit einem Küchenmesser erstochen zu haben.

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30. März 2020, 18:00 Uhr

Rostock | Wegen Totschlags muss sich Michael P. vor der 3. Großen Strafkammer verantworten. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen den 42-Jährigen. "Die Staatsanwaltschaft Rostock legt dem Angeklagten zur Last, am 8. oder 9. September im Obdachlosenheim in Rostock im Hawermannweg mittels eines Küchenmessers 46 Mal auf den Oberkörper seines männlichen Mitbewohners eingestochen zu haben", teilt Hansje Eidam, Sprecherin am Landgericht, mit.

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Das Opfer sei dann infolge der Stichverletzungen innerlich und äußerlich verblutet. Laut Anklage soll sich Michael P. anschließend mit dem Portemonnaie des Getöteten zu einem EC-Automaten in Evershagen begeben haben, um dort mit dessen EC-Karte 400 Euro vom Konto des Opfers abzuheben - mit Erfolg. Bei weiteren Versuchen, Geld abzuheben, sei die Karte schließlich eingezogen worden.

Laut Eidam wurde der zum Tatzeitpunkt vermutlich sehr stark alkoholisierte Angeklagte am 11. September 2019 in der Wohnung seiner Tante festgenommen. Ihr habe er zuvor die Tat gestanden. Als Grund dafür gab er demnach an, dass er von den Geräuschen des Mitbewohners derart genervt gewesen war, dass er zugestochen habe.

Die weiteren Prozesstage sind für den 20., 24., 29. und 30.April anberaumt.

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