Prozess in Rostock : Angeklagter legt Geständnis ab

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Ein 42-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten, weil er seinen Zimmergenossen im Obdachlosenheim erstochen hat.

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20. April 2020, 17:05 Uhr

Rostock | In einem Totschlagsprozess vor dem Landgericht Rostock hat ein 42 Jahre alter Mann zugegeben, im September 2019 in einem Rostocker Obdachlosenheim seinen Zimmergenossen erstochen zu haben. Vorher habe dieser ihn heftig beleidigt, sagte der Angeklagte am Montag. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, 46 Mal auf sein Opfer eingestochen zu haben. Der Angegriffene verblutete.

Der 42-Jährige berichtete, dass ihn sein Mitbewohner häufiger durch sein Gerede genervt habe. Warum er am Tattag besonders wütend wurde, konnte er den Richtern auf deren Nachfrage nicht erklären. Der Zimmergenosse sei um die Mittagszeit ins gemeinsame Zimmer gekommen, kurz nachdem er selbst aufgestanden sei, berichtete der Angeklagte.

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Täter klaut EC-Karte des Opfers

Als er mehrere Beleidigungen habe hinnehmen müssen, habe er ein Messer gegriffen, das auf dem Tisch gelegen habe, und auf den anderen eingestochen.

Nach der Tat nahm der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft die Geldbörse seines Opfers an sich, deckte den Toten zu und verließ das Obdachlosenheim. Mit der EC-Karte des Opfers hob er später 400 Euro ab. Zwei Tage nach der Tat wurde er in der Wohnung seiner Tante in Rostock festgenommen.

Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich Ende des Monats verkündet.

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