Hansestadt Rostock : Oberbürgermeister Madsen mit umfangreichen Lockerungsvorschlägen

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Beispielsweise solle die Nutzung von Zweitwohnungen nach Ansicht Madsens schnell wieder möglich sein.

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22. April 2020, 11:16 Uhr

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat sich mit umfangreichen Vorschlägen zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen an die Landesregierung gewandt.

Mit Blick auf das für Donnerstag anberaumte Spitzengespräch von Landesregierung, Gewerkschaften und Branchenvertretern regte Madsen die Ermöglichung von Outdoor-Gastronomie-Angeboten an, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Dies könne auch unter Ausweitung von Flächen, zum Beispiel durch kostenlose Nutzung kommunalen Grunds, geschehen.

Zeitweise Ausweitung der Bäderregelung

Die Nutzung von Zweitwohnungen müsse ebenso schnell wieder möglich sein wie die Nutzung von Dauercampingplätzen, sagte Madsen. Auch die Vermietung von Ferienwohnungen sollte kurzfristig wieder ermöglicht werden, wenn die Möglichkeit einer Selbstversorgung mit Speisen und Getränken besteht und Speisen auch entsprechend zubereitet werden können.

Darüber hinaus könnte die Bäderregelung zeitweise ausgeweitet werden. Dadurch könnten den vom Tourismus partizipierenden, in ihrem Bestand gefährdeten klein- und mittelständischen Betrieben eine Überlebensperspektive gegeben werden, betonte Madsen.

Der Sprecher des Campingverbands MV, Gerd Scharmberg, bedauerte, dass sein Verband zu dem Gespräch nicht eingeladen wurde. Immerhin seien auf den rund 200 Plätzen im Land im vergangenen Jahr rund fünf Millionen Übernachtungen registriert worden. Dabei sei von rund 250 Millionen Euro auszugehen, die dadurch in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt worden seien.

Teilweise Nutzung von Spielplätzen?

Scharmberg betonte, dass die Campingplätze zur Öffnung bereit seien. Dabei wäre es kein Problem, genügend Raum zwischen den Zelten und Wohnwagen einzuhalten. Die Plätze seien weitläufig genug, um enge Kontakte unter den Urlaubern zu vermeiden.

Gleichzeitig gehörten enge und kleine Toiletten und Waschgelegenheiten bei den meisten Plätzen der Vergangenheit an. Meist gebe es die Möglichkeit, Familienbäder anzumieten, erklärte Scharmberg.

OB Madsen forderte darüber hinaus die Aufhebung des Total-Verbots der Nutzung von Outdoor-Spielplätzen. "Hier sollte schnell eine der Situation angepasste Lockerung ermöglicht werden." Der Bewegungsdrang der Kinder sei kaum zu bremsen. Kinder spielten in Begleitung von Erwachsenen in Park- und Grünanlagen, auf Wegen und Plätzen und oft nur wenige Meter vor den mit Flatterbändern gesperrten, wesentlich sicheren und effektiver nutzbaren Spielanlagen.

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