Rostock : Lichtenhagen-Stele wurde wegen Wärmeleitung umgesetzt

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An die rechtsextremen Ausschreitungen in Lichtenhagen 1992 erinnert seit 2018 eine Stele am einstigen Standort des Jugendalternativzentrums (Jaz).

An die rechtsextremen Ausschreitungen in Lichtenhagen 1992 erinnert seit 2018 eine Stele am einstigen Standort des Jugendalternativzentrums (Jaz).

Am jetzigen Standort werde das Denkmal stehen bleiben, teilte das Kulturamt mit. Eine Sanierung des Umfelds sei geplant.

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10. September 2020, 19:50 Uhr

Rostock | An die rechtsextremen Ausschreitungen in Lichtenhagen 1992 erinnern seit einigen Jahren fünf über das Stadtgebiet verteilte Stelen. Eines dieser Denkmale steht ein wenig verloren auf einer Brachfläche in der Hermannstraße, die am einstigen Standort des Jugendalternativzentrums (Jaz) an die gesellschaftliche Gegenbewegung erinnert. Baumaßnahmen seien jetzt der Grund, weshalb die Stele nun um einige Meter in Richtung August-Bebel-Straße verrückt werden musste.

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Kulturamt: Jetzige Standort sei der endgültige

Auf NNN-Anfrage teilte das Rostocker Kulturamt mit: "Der Kubus 'Gesellschaft' musste versetzt werden, weil entlang des ursprünglichen Standorts Fernwärmeleitungen für die neuen Wohnbauten an der August-Bebel-Straße gelegt werden", so Mitarbeiter Thomas Werner. Gemeint sind die vier Mehrfamilienhäuser der Wohnungsgenossenschaften Schiffahrt Hafen und Marienehe, die in der Nähe errichtet werden. Der jetzige Standort des Denkmals soll nun der endgültige sein, so Werner.

An die rechtsextremen Ausschreitungen in Lichtenhagen 1992 erinnert seit 2018 eine Stele am einstigen Standort des Jugendalternativzentrums (Jaz).
Stefan Menzel

An die rechtsextremen Ausschreitungen in Lichtenhagen 1992 erinnert seit 2018 eine Stele am einstigen Standort des Jugendalternativzentrums (Jaz).

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Umfeld des Denkmals soll umgestaltet werden

Laut Annekatrin Haker, Sprecherin der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung und Entwicklung (RGS), soll das Denkmalumfeld im Zuge der Sanierung des Rosengartens umgestaltet werden. Was genau geplant ist, könne sie noch nicht sagen, weil die Planungen dazu erst im nächsten Jahr starten sollen. Allerdings wird die Sanierung des Rosengartens auf der nächsten Sitzung des Ortsbeirats Stadtmitte am 16. September Thema sein. Dann werden RGS-Geschäftsführerin Sigrid Hecht und Fachplanerin Odett Schwabe den aktuellen Sachstand vorstellen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr und findet im Bürgerschaftssaal im Rathaus statt.
 

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