Kundgebung : Rostocker protestieren gegen Hinrichtungen

Initiator der Kundgebung Ehsan Akbarzadeh spricht über die drohenden Hinrichtungen.

Initiator der Kundgebung Ehsan Akbarzadeh spricht über die drohenden Hinrichtungen.

Initiative Pro Bleiberecht unterstützt Demonstration. Drei Iraner sollen in ihrem Heimatland exekutiert werden.

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12. Juli 2020, 15:59 Uhr

Rostock | Etwa 30 Menschen haben nach Angaben der Initiative Pro Bleiberecht am Sonnabend in Rostock gegen geplante Exekutionen im Iran demonstriert. "Wir wollen mit der Aktion Rostocker auffordern, sich gegen die Hinrichtungen von drei Männern im Iran einzusetzen – und generell gegen die Todesstrafe in der iranischen Republik", teilte Ehsan Akbarzadeh, Initiator der Kundgebung Höhe des Kröpeliner Tors, mit.

Die Kundgebung wird begleitet von einer E-Mail-Aktion. Menschen, die sich für die drei von der Hinrichtung bedrohten Iraner einsetzen wollen, können eine E-Mail-Vorlage an das Auswärtige Amt, den Auswärtigen Ausschuss und weitere politische Vertretungen senden.

Verurteilte sollen öffentliches Eigentum zerstört haben

Die drei, Amir Hossein Moradi, Mohammad Rajabi und Saeed Tamjidi, wurden im November 2019 verhaftet, weil sie sich während der Proteste gegen die Regierung laut Anklage an "Zerstörungen mit der Absicht der Auflehnung gegen die Islamische Republik Iran" und "Feindschaft gegen Gott" beteiligt hätten.

Außerdem wurden sie in zusätzlichen Anklagepunkten zu elf bis 16 Jahren Gefängnis und zu Auspeitschung verurteilt. Im Iran werden, so die Initiative, Inhaftierte unter Drohungen und Folter gezwungen, Verbrechen, die sie nicht begangen haben, oder die Zugehörigkeit zu Organisationen, denen sie nicht angehören, zu gestehen.

Als im vergangenen November im gesamten Iran Proteste ausbrachen, wurden Tausende Zivilisten verhaftet und eine unbekannte Zahl von Menschen getötet.

Pro Bleiberecht ist eine antirassistische Initiative, die sich MV-weit für die Rechte der Asylsuchenden und Geflüchteten einsetzt.

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