Bundesgartenschau in Rostock : Kaputte Vorpommernbrücke könnte Segen für Radfahrer sein

Katrin Zimmer von 13. November 2020, 05:00 Uhr

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Laut Angaben von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) kann die 1983 errichtete Vorpommernbrücke ohne bauliche Hilfe nur noch drei bis sechs Jahre genutzt werden. Schon jetzt hänge der Mittelteil fast 20 Zentimeter durch.
Laut Angaben von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) kann die 1983 errichtete Vorpommernbrücke ohne bauliche Hilfe nur noch drei bis sechs Jahre genutzt werden. Schon jetzt hänge der Mittelteil fast 20 Zentimeter durch.

Wenn die Verbindung bis zur Bundesgartenschau 2025 gekappt bleibt, hätten Radfahrer gute Karten, die L22 zu regieren.

Rostock | Die Vorpommernbrücke an der L22 in Rostock ist so kaputt, dass sie teilweise gesperrt und mittelfristig sogar abgerissen werden muss. Das gab die Stadtverwaltung am Dienstag bekannt. Was für großen Ärger bei Autofahrern sorgt, könnte zum Segen für Radfahrer und Besucher der Bundesgartenschau (Buga) 2025 werden. Denn wenn die Brücke bis dahin dicht bleibt, haben die mehr Platz am Stadthafen. Mehr dazu: Extreme Schäden an der Vorpommernbrücke machen Abriss erforderlich Geplant ist, bis zur Buga einen Rundweg um die Warnow zu bauen. Er soll Teil des Radwegs Berlin-Kopenhagen werden, erklärte Frank Claus aus dem Buga-Team im Rathaus am Donnerstag dem zuständigen Ausschuss der Rostocker Bürgerschaft. L22 gilt als meist befahrene Straße in MV Der Radschnellweg soll rund um die Uhr, auch bei schlechtem Wetter befahrbar sein. Es werde einen Streifen für Spaziergänger und gemütliche Radfahrer geben, und einen für die, die rasanter unterwegs sind. Während der Buga 2025 sei ein Pop-up-Radweg auf der L22 geplant. Sie ist laut Angaben der Stadtverwaltung mit 40.000 Kraftfahrzeugen täglich, die meist befahrene Straße in ganz MV. "Wenn wir Glück haben, ist die Vorpommernbrücke bis dahin noch gesperrt und wir können noch mehr auf den Radverkehr gehen", sagte Planer Claus. Dafür erntete er von den Mitgliedern des Buga-Ausschusses teils zustimmendes, teils abfälliges Gelächter. Mehr lesen: Schnickmannbrücke im Stadthafen könnte nun doch kommen Doch so unwahrscheinlich scheint das gar nicht. Denn laut Angaben von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) kann die 1983 errichtete Vorpommernbrücke ohne bauliche Hilfe nur noch drei bis sechs Jahre genutzt werden. Schon jetzt hänge der Mittelteil fast 20 Zentimeter durch. Her muss demnach kurzfristig eine Verstärkung, mittelfristig ein Neubau. Buga-Ausschuss will künftig mehr mitwirken Mehrere Brücken sollen künftig auch den Rundweg um die Warnow verbinden, darunter eine am Hecht-, eine am Zingelgraben sowie die so genannte Greifenbrücke. Sie alle sollen einheitlich gestaltet werden, sich an der großen vom Stadthafen bis nach Gehlsdorf orientieren, so Claus. Auch interessant: Rostock plant Regattastrecke im Stadthafen auszubaggern Insgesamt will der Buga-Ausschuss der Bürgerschaft den Weg der Planer künftig mehr mitbestimmen. "Wir müssen unser Selbstverständnis als Ausschuss verbessern", sagte Wolfgang Nitzsche (Linke). Er bezog sich auf die Sitzung der Stadtvertreter am Vortag. Die hatten nach langen Diskussionen keine Mehrheiten für Änderungsvorschläge einzelner Fraktionen zur künftigen Entwicklung des Stadthafens finden können und so den Vorgaben der Verwaltung grünes Licht gegeben. Mehr Artikel zur Bundesgartenschau 2025 in Rostock auf unserer Dossierseite ...

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