Unfall im Rostocker Seehafen : Gebrochener Kranhaken ist Ursache der schweren Havarie

Das Spezialschiff „Orion I' liegt mit einem zerstörten Offshore-Kran an der Kaikante im Kranwerk Liebherr-MCCtec Rostock GmbH im Seehafen. Bei einem Belastungstest des neuen Schwerlastkrans von Liebherr am 02.05.2020 ging der Kranhaken kaputt, daraufhin kippte der Ausleger zur Seite und zerbrach.

Das Spezialschiff „Orion I" liegt mit einem zerstörten Offshore-Kran an der Kaikante im Kranwerk Liebherr-MCCtec Rostock GmbH im Seehafen. Bei einem Belastungstest des neuen Schwerlastkrans von Liebherr am 02.05.2020 ging der Kranhaken kaputt, daraufhin kippte der Ausleger zur Seite und zerbrach.

Noch immer ist der völlig zerstörte Schwerlastkran der Firma Liebherr im Seehafen Rostock zu sehen. Die Unfallursache scheint jetzt aber festzustehen.

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06. Mai 2020, 12:13 Uhr

Ein gebrochener Kranhaken war vermutlich die Ursache für den schweren Unfall am Samstag im Rostocker Seehafen. Bei dem Überlasttest der Firma Liebherr-MCCtec Rostock hatte der Offshore-Schwerlastkran vom Typ HLC 295000 der Belastung nicht standgehalten und war umgeknickt. Warum der Haken brechen konnte, sei noch unklar, teilte Liebherr am Mittwoch mit.

Weiterlesen: Video zeigt schweres Kran-Unglück im Rostocker Hafen

Der Schaden belaufe sich einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, gab Liebherr bekannt. Das Unternehmen bestätigte damit die Einschätzung der Polizei, die nach dem Unfall von einem Schaden zwischen 50 und 100 Millionen Euro ausgegangen war. Bei dem Unfall waren zwölf Personen verletzt worden, zwei von ihnen mussten in einer Klinik behandelt worden.

Angesichts des Schadensausmaßes sind wir vor allem dankbar, dass es nicht zu weiteren Personenschäden gekommen ist. Leopold Berthold, Liebherr-Geschäftsführer
 

Der Überlasttest für den Kran sei für eine Last von 5500 Tonnen ausgelegt worden. Beim Überlasttest handele es sich um einen branchenüblichen Vorgang, bei dem der Kran auf seine maximale Traglast getestet wird. „Die heute bekannten Fakten deuten darauf hin, dass sich der Vorfall bei einer Belastung von rund 2600 Tonnen ereignete und eine Kettenreaktion auslöste, die zum Unfall führte", sagte Berthold.

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