Einsatz in Rostock : Polizei muss mehrere Personen in Obhut nehmen

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Kinder fahren versehentlich mit dem Zug, eine ältere Frau wirkt orientierungslos und zwei Erwachsene brauchen Hilfe.

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10. März 2020, 16:06 Uhr

Rostock | Alle Hände voll zu tun hatten die Beamten der Bundespolizei am Wochenende. Sie mussten zwei Kinder und drei Erwachsene in polizeiliche Obhut nehmen: Die beiden Kinder waren von zu Hause ausgebüxst, eine Frau befand sich in einer hilflosen Lage und zwei Erwachsene waren orientierungslos - aufgrund erhöhtem Alkoholgenusses.

Am Sonnabendmittag machten sich ein Acht- und Zehnjähriger auf den Weg zum Hauptbahnhof und stiegen in den IC Richtung Schwerin. Beide gaben an, dass sie sich den Zug hätten ansehen, aber nicht mitfahren wollten. Jedoch schlossen plötzlich die Türen und sie konnten dadurch den Zug nicht mehr verlassen.

Acht- und Zehnjähriger an Kindernotdienst übergeben

Eine Zugbegleiterin verständigte schließlich die Bundespolizei, die die Kinder dann am Hauptbahnhof Schwerin in Empfang nahmen und sie an den Kindernotdienst übergaben.

Ebenfalls am Sonnabend wurde eine 85-Jährige am Bahnhof in Obhut genommen. Sie befand sich auf dem Bahnsteig, war sehr aufgebracht, gestikulierte lautstark und war emotional sehr erregt. Nachdem die Beamten die Frau beruhigen konnten, stellten sie ihre Personalien fest und fragten nach ihrem Reiseziel.

85-Jährige sicher am Ziel angekommen

Die Familienangehörigen der Frau bestätigten deren Angaben und sie setzte ihre Reise fort. Als die 85-Jährige an ihrem Zielort angekommen war, meldeten sich ihre Verwandten noch einmal bei der Bundespolizei, um ihnen mitzuteilen, dass die ältere Dame gut angekommen sei.

Etwas länger in die Obhut der Bundespolizei mussten hingegen eine 50-jährige Polin und ein 23-jähriger Bulgare verbleiben.

Zu viel Alkohol intus

Am frühen Sonnabendmorgen musste der 23-Jährige an seine Mutter übergeben werden, da er nach übermäßigem Alkoholkonsum nicht mehr in der Lage war, sich selbstständig fortzubewegen. Der Atemalkoholwert konnte aber nicht ermittelt werden, da er sich unkooperativ verhielt.

Ebenfalls zu viel getrunken hatte eine Frau, die am Sonntag im ICE unterwegs war. Sie war nicht mehr ansprechbar. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof Rostock wurde die 50-Jährige zunächst aus dem Zug geholt und die Beamten versuchten, ihre Identität zu ermitteln. Dies scheiterte aber, da sie keinerlei Dokumente mit sich führte.

Erst als die Frau etwas klarer wurde, konnte sie den Beamten ihren Namen und die Telefonnummer des Ehemannes mitteilen. Zu diesem Zeitpunkt wies sie einen Atemalkoholwert von 3,34 Promille auf. Ihr Mann wurde telefonisch verständigt und holte seine Frau bei den Bundespolizisten ab.

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