Corona-Krise in Rostock : Museumsmitarbeiter haben weiterhin zu tun

Auch wenn derzeit keine Besucher ins kulturhistorische Museum Rostock dürfen, kontrollieren Leiter Steffen Stuth und seine Mitarbeiter abwechselnd die Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Räume.
Auch wenn derzeit keine Besucher ins kulturhistorische Museum Rostock dürfen, kontrollieren Leiter Steffen Stuth und seine Mitarbeiter abwechselnd die Temperatur und Luftfeuchtigkeit der Räume.

Trotz Zwangsschließung werden Exponate gepflegt und Pläne für zukünftige Projekte geschmiedet.

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17. April 2020, 05:00 Uhr

Rostock | Die Gänge des Kulturhistorischen Museums Rostock bleiben seit Beginn der Corona-Krise vor über einem Monat leer. Trotz Zwangsschließung stünden die Arbeiten laut Leiter Steffen Stuth jedoch nicht still. "Alle Arbeiten im Hintergrund laufen weiter, nur ist eben hier das Licht aus", sagte er am Donnerstag. Auch in anderen kulturellen Einrichtungen der Hansestadt werden zukünftige Ausstellungen und Projekte weiter vorbereitet.

Kontrollgänge und Projektplanung

Stuth selbst beschäftige sich derzeit mit der Gestaltung der neuen Dauerausstellung "Stadtgeschichte", welche das Leben der Rostocker von 1200 bis 1850 zeigen solle. Hierfür würden die Kreuzgänge des Museums vollständig neu gestaltet, eine Eröffnung sei für das Frühjahr 2021 geplant.

Für die neue Dauerausstellung entziffert Steffen Stuth derzeit die Inschriften eines Chorgestühls aus der Rostocker St. Nikolaikirche aus dem 15. Jahrhundert.
Aline Farbacher
Für die neue Dauerausstellung entziffert Steffen Stuth derzeit die Inschriften eines Chorgestühls aus der Rostocker St. Nikolaikirche aus dem 15. Jahrhundert.


Obwohl viele der rund 20 Mitarbeiter derzeit ihre Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus erledigen würden, sei eine tägliche Kontrolle der Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit der Räume sehr wichtig, damit die Exponate nicht geschädigt würden.

Letzteres geschehe derzeit auch in der Rostocker Kunsthalle, berichtete Leiter Jörg-Uwe Neumann. Die Ausstellung über das Lebenswerk von Udo Lindenberg wie geplant am 9. Mai zu eröffnen, sei nicht mehr realistisch, vorbereitet würde diese dennoch auf Hochtouren. "Ich gehe davon aus, dass wir diese Ausstellung im Sommer zeigen können".

Am 1. Mai hätte im Schifffahrtsmuseum laut Sprecherin Henrike Hübner die neue Sonderausstellung „Fänger im Eis – Rostocker Hochseefischer im Nordatlantik“ starten sollen. Diese werde derzeit trotz Schließung vorbereitet. "Außerdem suchen wir gerade Fotos zum 50. Geburtstag des Traditionsschiffes".

Wie Rostocks Museen derzeit virtuell ihre Ausstellungen erlebbar machen, lesen sie hier: Per Mausklick ins Museum

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