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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 01:21 Uhr

Rostock : Hansestadt hübscht die Spielplätze auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Planer stellen Konzept für Umgestaltung im Klostergarten vor. Bis 2021 fließen zwei Millionen in Sanierung desolater Flächen

Neue Schaukeln, Klettergerüste und Sandkästen – viele der öffentlichen Spielplätze in Rostock sind schwer sanierungsbedürftig. Deshalb hat die Bürgerschaft 2016 ein entsprechendes Konzept beschlossen. Insgesamt müssen gemäß eingehender Untersuchungen 3,8 Millionen Euro investiert werden. Etwas mehr als zwei Millionen sollen bis 2021 in die priorisierten Anlagen fließen, darunter die im Klostergarten.

Wie der gut besuchte Spielplatz in Stadtmitte künftig aussehen soll, hat Landschaftsarchitekt Thomas Henschel dem Ortsbeirat vorgestellt. Bei den Entwürfen für das denkmalgeschütze Gebiet habe er sich an der ursprünglichen Nutzung als Probsteigarten orientiert. „Also haben wir überlegt, wie die Kinder früher schon hier gespielt haben mögen“, sagt Hentschel. So sollen Schaukeln aus Holz zwischen Obstspalieren entstehen, Obstleitern zum Klettern an den Bäumen, Obstkisten zum Verstecken und Hochbeete als Sandspiele. Zielgruppe seien gemäß der Kommunalordnung eigentlich nur die über Siebenjährigen – Spielstätten für kleinere Kinder müssen private Wohnungseigentümer schaffen. Doch wegen der zentralen Lage solle auch etwas für Jüngere dabei sein, da den Platz auch viele Touristen und Tagesmuttis nutzen, so der Architekt. 80 000 Euro sollen 2019 in die Sanierung des naturnahen Spielplatzes fließen.

Der Ortsbeirat hat die Pläne wohlwollend aufgenommen: „Die Assoziation mit der Historie ist sehr interessant“, sagt Thomas Cardinal von Widdern (UFR ), gab jedoch zu bedenken: „Wichtig ist vor allem in der Innerstadt die Sauberkeit.“ So müsse auch kontrolliert werden, dass der Sand nicht von Katzen besudelt werde. Grünamtsmitarbeiter Stefan Patzer erklärte: „Es werden überall in der Stadt wöchentliche Spielplatzkontrollen durchgeführt. Einmal im Jahr tauschen wir den Sand komplett aus, aber tägliche Kontrollen sind schlicht nicht leistbar.“ Stattdessen müsse die Stadt mit der sozialen Kontrolle von Eltern und Anwohnern rechnen, sagt Patzer. Den Tipp von Ortsbeiratsmitglied Regine Lück (Linke), noch eine Rutsche in die Pläne aufzunehmen, wolle er überdenken, so Architekt Henschel.

Am Spielplatzkonzept der Hansestadt haben alle 19 Ortsbeiräte mitarbeiten dürfen. Das Grünamt hat dann die 168 Anlagen untersucht und die höchsten Prioritäten herausgestellt. Das Konzept wird alle fünf Jahre fortgeschrieben.

 

Die Maßnahmen im Überblick

• Priorität haben in dem 2016 von der Bürgerschaft beschlossenen Konzept die Spielstätten in

Warnemünde: Wachtlerstraße, Arankawiese
Markgrafenheide: Am Heidehaus
Lichtenhagen: Schleswiger Straße, Lichtenhäger Brink, Demminer Straße, Malchiner Straße
Groß Klein: Werftallee
Lütten Klein: Stockholmer Straße, Saßnitzer Straße Evershagen: Rasmussenstraße
Schmarl: Adam-Johann-Krusenstern-Straße, Stephan-Jantzen-Ring, Schmarler Landgang/Wäldchen
Reutershagen: Linzer Straße, Jung-Jochen-Weg, Beethovenstraße, Jägerbäk, Schwanenteichpark
Hansaviertel: Kastanienplatz, Platz der Jugend mit Skateanlage, Tremsenplatz
Gartenstadt: Am Richtfuntkturm
Kröpeliner-Tor-Vorstadt: Lindenpark mit Trimm-Dich-Pfad, Am Kayenmühlengraben
Südstadt: Kringelgraben/Tychsenstraße, Schwaaner Landstraße, An der Mühle
Biestow: Bolzwiese Am Feldrain
Stadtmitte: Lastadie, Skateanlage Reiferbahn, Basketballanlage Herweghstraße, Gerberbruch/ Weitsprunganlage, Klosterhof, Holzhalbinsel, Neue Bleicherstraße
Brinckmansdorf: Wossidlopark, Brinckmanshöhe
Dierkow: Karl-Theodor-Severin-Straße, Skateanlage Hinrichsdorfer Straße,  Heinrich-Tessenow-Straße, Kurt-Schumacher-Ring, Skateanlage Gutenbergstraße, Heinrich-Heine-Platz

 

Kommentar "Zeit für Neues" von Katrin Zimmer

Wenn ich mir den Spielplatz im Klosterhof so angesehen habe, muss ich sagen, es wird wirklich Zeit, dass dort etwas passiert. Neben zwei Schaukeln und ein paar Holzpferden war da eigentlich nur noch die kaputte Holzbrücke – an deren abstehenden Drahtseilen übrigens akute Verletzungsgefahr herrscht. Und dennoch: Er war mächtig gut besucht. So ist es schade, dass manche Viertel noch länger auf neue Geräte warten müssen, aber dieser hat zu Recht Priorität.

 

 

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