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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:33 Uhr

Rostock : Hansestadt erfasst ihren Denkmal-Bestand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Broschüre listet mehr als 500 geschützte Bauwerke auf / Societät und Kleines Haus bleiben sanierungsbedürftig

Das Rathaus, die Marienkirche, das Hauptgebäude der Universität, das Haus der Musik, der Warnemünder Leuchtturm oder der Teepott – mehr als 500 Baudenkmale prägen inzwischen das Rostocker Stadtbild. Um Bewohnern und Besuchern einen Überblick über diese Vielzahl an geschützten Bauwerken zu verschaffen, hat die Hansestadt jetzt eine ausführliche Denkmalliste in Form einer bebilderten Broschüre herausgegeben – erstmals seit 20 Jahren.

„Neben den großen, bekannten Bauwerken gibt es auch zahlreiche kleine Schätze, die manche Rostocker nicht kennen, die schon ihr Leben lang hier wohnen“, sagt Kulturamtsleiterin Dr. Michaela Selling. Dazu gehören einige Wohn- und Geschäftshäuser in der Kröpeliner und der Langen Straße, der Hellingkran, der ehemalige Hansa-Filmpalast oder das Schulgebäude des Innerstädtischen Gymnasiums am Goetheplatz.

„Die Liste an sich wird jedes Jahr zum Tag des Denkmals Mitte September aktualisiert und ist online immer verfügbar“, sagt Birgit Mannewitz, Stadtkonservatorin vom Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen. Die gedruckte „Fibel“, wie Selling sie nennt, beinhaltet darüber hinaus neben Informationen zum Denkmalschutz alle Adressen der Rostocker Denkmale sowie zahlreiche Vorher-Nachher-Fotos der historischen Gebäude. „Die meisten wurden in den letzten 25 Jahren saniert und befinden sich inzwischen in einem guten Zustand, aber es gibt auch noch ein paar Sorgenkinder“, so Selling. Besonders das Kleine Haus in der Eselföterstraße und das Gebäude der Societät Rostock maritim in der August-Bebel-Straße 1 machen den Denkmalpflegern Kummer. „Aber mit dieser Liste soll auch die Pflicht der Eigentümer bekräftigt werden, sich um die Sicherung der Bausubstanz zu kümmern“, sagt Selling. So habe der Besitzer des Kleinen Hauses regelmäßig mit Bußgeldern zu rechnen, wenn dort weiterhin nichts getan werde.

Die Broschüre zeigt die Entwicklung des Stadtbildes in den letzten 25 Jahren. Sie liegt ab sofort im Rathaus und ab nächster Woche auch in den Ortsämtern aus.

 

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