Wahllokale in Rostock : Hansestadt braucht noch 1300 Helfer

Seit 2008 leitet Bettina Bestier das Sachgebiet Wahlen der Hansestadt und ist dabei auch für die Ehrenamtler zuständig.
Seit 2008 leitet Bettina Bestier das Sachgebiet Wahlen der Hansestadt und ist dabei auch für die Ehrenamtler zuständig.

Ehrenamtler sind am 4. September zur Besetzung von 134 Urnen- und 28 Briefwahllokalen nötig. Freiwillige können sich bei der Stadt melden.

svz.de von
17. Juni 2016, 08:00 Uhr

Rund 170 000 Rostocker werden am 4. September dieses Jahres zur Landtagswahl an die Urnen gebeten. Damit die über 18-jährigen Hansestädter ihre Kreuze machen können, ist eine Menge Vorarbeit nötig. Und es braucht zahlreiche Wahlhelfer. 1300 Männer und Frauen werden derzeit gesucht, um am 4. September die 134 Urnen- sowie die 28 Briefwahllokale zwischen 8 und 18 Uhr sowie die anschließende Auszählung zu betreuen.

Die finanzielle Entschädigung dieses Einsatzes mit maximal 40 Euro sei dabei für die meisten Wahlhelfer kein Anreiz. „Viele machen das schon Jahre, da ist es Tradition, man trifft sich im bekannten Team und hat Freude an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit“, sagt Bettina Bestier, die bei der Stadtverwaltung das Sachgebiet Wahlen leitet und mit ihrem Team auch die Ehrenamtler koordiniert. „Wir versuchen immer, zwei Wochen vor dem Wahltermin die Vorstände besetzt zu haben – aber es ist bis zum Schluss Bewegung drin“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Fünf Personen wären als Mindestbesetzung vorgeschrieben, die Stadt plane aber mit sieben Männern und Frauen pro Wahlvorstand und -lokal. „Außerdem gibt es noch einen Reserve-Pool, wir nennen ihn Feuerwehr, mit Wahlhelfern, die kurzfristig einspringen können“, sagt Bettina Bestier.

2000 Rostocker, die schon einmal Wahlhelfer waren, wurden bereits angeschrieben, ob sie auch am 4. September bei der Landtagswahl mitarbeiten wollen. Das Personal der Stadtverwaltung hätte zusammen mit dem Mai-Gehaltszettel ebenfalls ein solches Schreiben bekommen. Denn immer wieder sind es auch Verwaltungs-Mitarbeiter, die sich bei Wahlen engagieren.

Neben Wiederholungstätern sind aber auch Erst-Wahlhelfer willkommen. Bevor sie ihr verantwortungsvolles Ehrenamt antreten, gäbe es bei der Volkshochschule auch eine entsprechende Schulung.

Weil die Menge der Briefwähler immer stärker zunimmt, wurde die Zahl der entsprechenden Briefwahllokale für September von 19 auf 28 erhöht. Bettina Bestier wird ihre Stimme auch per Brief abgeben – am Wahltag selbst sei sie so mit der Organisation und den Abläufen beschäftigt, dass für den Urnengang keine Zeit bleibt, erklärt sie. Für den Gemeindewahlleiter Robert Stach und sein Team wird der 4. September auf jeden Fall ein langer Tag. Vor allem, da nach der gesamten Auszählung die Daten ans Land übermittelt und von dort das Okay abgewartet werden müsse. „Wir sind diejenigen, die dann nachts gegen drei Uhr das Licht ausmachen“, so die Sachgebietsleiterin.

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