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Hansa zu Geisterspiel verurteilt: Gegen Dresden vor leeren Rängen

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Rostock | Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den FC Hansa gestern im Einzelrichter-Verfahren zu einem Zweitliga-Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt.

Damit folgte das Gremium dem Antrag des DFB-Kontrollausschusses. Dem Einspruch des Vereins dagegen wurde nicht stattgegeben. Die Rostocker hätten innerhalb von 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen können. Sie entschieden sich jedoch dem Urteil zustimmen. Damit ist es rechtskräftig. Das bedeutet, dass die Partie gegen Dynamo Dresden am Sonntag, 18. Dezember, vor leeren Rängen stattfindet. Dies geht für Hansa mit finanziellen Einbußen in sechsstelliger Höhe einher, was den Verein zu einem Aufruf an seine Fans veranlasste. "Es gab", so der Vorstands-vorsitzende Bernd Hofmann, "von vielen Anhängern das Bekenntnis, bereits erworbene Eintrittskarten nicht zurückzugeben oder umzutauschen. Wir würden diesen Vorschlag gerne aufnehmen und bitten unsere Fans darum, ihrem FC Hansa in dieser schweren Zeit beizustehen und gemeinsam auch den finanziellen Schaden für den Verein zu verkleinern. Der DFB", so Hofmann weiter, "hatte uns signalisiert, dass aufgrund der Qualität und Quantität der Ausschreitungen auch in der Vergangenheit ein Einspruch keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte."

Belangt wurden die als "Wiederholungstäter" geführten Ostseestädter wegen der Vorkommnisse in beiden Fanlagern beim Spiel am 19. November 2011 gegen den FC St. Pauli (1:3), die zu einer 13-minütigen Unterbrechung führte. Die Hamburger wurden zu einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro verurteilt.

Derweil stellte der FC Hansa gestern Wolfgang Wolf als neuen Trainer vor. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir am Ende des Tages überm Strich stehen", sagte der 54-Jährige. Sollte er den Klassenerhalt schaffen, würde sich sein bis Saisonende befristeter Vertrag automatisch bis 2013 verlängern. Der Ex-Coach u. a. des VfL Wolfsburg, 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern leitete kurz darauf seine erste Einheit.

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erstellt am 07.Dez.2011 | 08:04 Uhr

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