Fünf Sieglose Spiele : Hansa verliert Punkte und zwei Spieler

In der Nachspielzeit bekommt Tim Väyrynen (Zweiter von links) von Schiedsrichter Patrick Ittrich die Rote Karte gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt war Mitspieler Bryan Henning (86./Gelb-Rot) schon vom Platz gestellt. Hansa verlor in Paderborn 1:2.  Fotos: Lutz Bongarts
In der Nachspielzeit bekommt Tim Väyrynen (Zweiter von links) von Schiedsrichter Patrick Ittrich die Rote Karte gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt war Mitspieler Bryan Henning (86./Gelb-Rot) schon vom Platz gestellt. Hansa verlor in Paderborn 1:2. Fotos: Lutz Bongarts

1:2 in Paderborn. Henning und Väyrynen „fliegen“.

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23. September 2017, 08:00 Uhr

Der FC Hansa Rostock verliert das Flutlicht-Spiel am 10. Spieltag der 3. Fußball-Liga bei Tabellenführer SC Paderborn vor 8970 Zuschauern mit 1:2 (0:1). Emotional wurde es für Hansa-Trainer Pavel Dotchev – unter anderem als SC-Trainer des Jahrhunderts ausgezeichnet – schon vor dem Anpfiff, als er unter tosendem Applaus vom Publikum empfangen wurde. Das Ende der Partie sah er allerdings nicht an der Seitenlinie, denn in der 86. Minute wurde der Coach vom Unparteiischen Patrick Ittrich (Hamburg) auf die Tribüne verbannt.

Im Gegensatz zum 1:1 gegen Zwickau nahm Dotchev zwei Änderungen vor: Tim Väyrynen ersetzte in der Spitze Soufian Benyamina und Stefan Wannenwetsch rückte auf die rechte Außenbahn für Selcuk Alibaz. Die Partie begann flott, beide Mannschaften versteckten sich nicht. Zuerst war es ein Freistoß, der gefährlich in den Rostocker Strafraum kam. Aus dem Gewühl zog Ex-Hanseat Dennis Srbeny aus sechs Metern ab, doch der FCH warf sich mit Mann und Maus dazwischen (30.). Gut acht Minuten später waren die Gäste nicht ganz so auf der Höhe. Beim Eckstoß verliert Innenverteidiger Julian Riedel das Kopfballduell und SCP-Nachrücker Thomas Bertels netzt – der ehemalige Rostocker Ben Zolinski verletzte sich beim Aufwärmen – zur Führung ein. Im Anschluss vergab Marcel Hilßner zweimal einen möglichen Ausgleich (39., 45.+1).

Hansa kam hoch motiviert aus der Pause. Die Dotchev-Elf wollte sich nicht kampflos ergeben. In der 53. Minute belohnte sich Stefan Wannenwetsch für seine Arbeit mit dem Ausgleich. Nach einem schönen Pass von Bischoff hatte der Mittelfeldmann ein bisschen Glück, dass er den Paderborner Schlussmann umspielen und einschieben konnte.

Mit dem Unentschieden gaben sich beide Mannschaften nicht zufrieden, denn im Anschluss häuften sich Chancen auf beiden Seiten – 56. und 67./Hilßner jeweils über das Tor sowie 78./Benyamina setzt den Ball daneben.

Bitter für die Hanseaten: In der 86. Minute musste Bryan Henning nach einem angeblichen Foul an Srbeny mit einer fragwürdigen gelb-roten Karte vom Platz. Zwei Minuten später schlug es im Rostocker Tor zum 2:1 ein. Srbeny hatte sich dabei stark durchgesetzt.

In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Tim Väyrynen sah nach einem Foulspiel eine überzogene Rote Karte. Bertels, der Hilßner an den Hals griff, flog zu recht runter. Am Spielstand änderte sich nichts mehr. Hansa verlor unglücklich 1:2 und wartet seit fünf Spielen auf einen Dreier.

Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Wassey (60. Ritter) – Antwi-Adjej (80. Stingl), Krauße, Srbeny, Bertels – Michel (64. Soyak)

FC Hansa: Blaswich – Nadeau, Hüsing (V 90.+1), Riedel, Holthaus – Henning – Wannenwetsch (72. Alibaz), Evseev (64. Benyamina), Bischoff (84. Owusu), Hilßner – Väyrynen

Tore: 1:0 Bertels (38.), 1:1 Wannenwetsch (53.), 2:1 Srbeny (88.). Gelb-Rot: Henning (86./Rostock) wegen wiederholten Foulspiels. Rot: Väyrynen (90.+4/Rostock) wegen groben Foulspiels, Bertels (90.+4/Paderborn) wegen einer Tätlichkeit. Zuschauer: 8970. Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg)


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