in Bremen : Hansa macht Klassenerhalt fast perfekt

Weiter auf Siegeszug: Hansas Christopher Quiring sorgte für viel Bewegung im Spiel der Rostocker – und besitzt selbst viel Zug zum Tor. In dieser Szene erzielt der 26-Jährige den 2:0-Endstand in der Nachspielzeit.  Fotos: Lutz Bongarts
Weiter auf Siegeszug: Hansas Christopher Quiring sorgte für viel Bewegung im Spiel der Rostocker – und besitzt selbst viel Zug zum Tor. In dieser Szene erzielt der 26-Jährige den 2:0-Endstand in der Nachspielzeit. Fotos: Lutz Bongarts

Mit 2:0 gewinnt die Brand-Elf bei Werder Bremen II

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24. April 2017, 08:00 Uhr

Der FC Hansa setzt seine kleine Erfolgsserie in der 3. Fußball-Liga fort: Am 34. Spieltag gewannen die Rostocker bei Werder Bremen II mit 2:0 (0:0) vor 4485 Zuschauern – und haben mit nunmehr 46 Zählern Tabellenplatz neun und den Klassenerhalt so gut wie sicher, denn der Abstand auf den ersten Abstiegsrang, SC Paderborn, beträgt jetzt zehn Punkte. Zudem sind die Hanseaten seit vier Spielen ungeschlagen. „Die Jungs sind seit ein paar Wochen wieder richtig gut drauf. Sie haben von selber gesehen, was alles möglich ist“, zeigt sich Chefcoach Christian Brand zufrieden.

Nachdem beide Teams forsch begannen – der Schuss von Hansas Stephan Andrist wurde zur Ecke geklärt (4.) und der Bremer Melvyn Lorenzen setzte den Ball am Tor daneben (7.) – verlief die Partie im Anschluss eher schleppend. „Ich glaube, wir sind in den ersten 20 Minuten schwierig ins Spiel gekommen, aber das war auch zuletzt so. Da ist es wichtig, dass man als Truppe glaubt, dass man das 1:0 macht – und als Sieger vom Platz geht“, sagt FCH-Offensivmann Christopher Quiring.

Doch auf diese Führung musste Hansa lange warten – Strafraumszenen waren in der ersten Halbzeit eher Mangelware. Die Gäste versuchten immer wieder über schnelle Gegenstöße auf den Außenbahnen, für Gefahr zu sorgen. So war es auch Quiring, der auf der linken Seite 18 Meter vor dem Tor nach innen zog und Andrist bediente. Der Schweizer traf aber nur den Pfosten (41.). Auf der anderen Seite war den Hanseaten das Aluminium holt: Niklas Schmidt setzte einen direkten Freistoß an die Latte (45.).

Die Rostocker kamen besser aus der Pause – und belohnten sich dann mit dem Führungstreffer: Quiring flankte von rechts, der Ball rutschte zu Andrist, der aus gut 15 Metern einnetzte (49.). Für den Hansa-Spieler war es das zehnte Saisontor. Die jungen Bremer zeigten sich kurz geschockt, kamen dann aber immer mal wieder vor das Gehäuse von Schuhen – aber ohne wirkliche Gefahr auszustrahlen. Als dann auch noch der SVW- Kapitän Rafael Kazior vom Unparteiischen Steffen Mix wegen einer Schwalbe die gelb-rote Karte sah (86.) machten die Hanseaten den Deckel drauf. Quiring lief alleine aufs gegnerische Tor zu und versenkte das runde Leder etwas kurios im gegnerischen Tor. „Ich wollte den Ball eigentlich quer spielen zu Ronny Garbuschewski und sehe im letzten Moment, dass der Torhüter rübergeht, ziehe dann mit dem linken Fuß drüber, da trifft er mich am. Da ich mit dem rechten Fuß ein wenig nachziehe, treffe ich den Ball – und der geht rein. Es sah vielleicht komisch aus, aber Hauptsache, er ist drin“, sagt der 2:0-Torschütze, bei dem die Erleichterung über den Klassenerhalt „sehr groß ist“.

Doch für die Mannschaft soll nun nicht Schluss sein, fordert Hansa-Coach Christian Brand: „Wir sind im Profi-Fußball und wollen Punkte gewinnen, da gibt es keine Grenzen. Es gibt noch zwölf Punkte – die wollen wir alle holen und so viele Tabellenplätze gutmachen, wie möglich sind.“


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