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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:22 Uhr

Finanzen : Hansa-Deal: Bürgerschaft ist am Zug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Stadt muss dem Verkauf der Geschäftsstelle zustimmen. Der Drittligist braucht das Geld für die Lizenz.

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 12:00 Uhr

In der Rostocker Bürgerschaft steht heute erneut die Zukunft des FC Hansa Rostock auf dem Spiel: Die Mitglieder müssen dem Verkauf der Vereins-Geschäftsstelle zustimmen. Hansa hatte sie Ende Mai für eine Million Euro an eine Leasinggesellschaft veräußert, um das Geld für eine vom DFB geforderte Liquiditätsreserve in Höhe von 1,2 Millionen Euro aufzutreiben. Nur dank des Verkaufs erhielt der Fußball-Drittligist überhaupt die Lizenz für die aktuelle Saison.

Nun könnte der Deal doch noch platzen. Club-Boss Michael Dahlmann will sich im Vorfeld der nicht-öffentlichen Abstimmung heute nicht äußern, sagt nur so viel: „Der DFB wusste Bescheid, dass die Bürgerschaft noch zustimmen muss.“ Hintergrund ist der Status des Geländes, auf dem sich die Geschäftsstelle befindet. Die Hansestadt Rostock hatte bereits 1991 einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Verein abgeschlossen, der weite Teile des Hansa-Geländes mit einschließt. Unter anderem auch die Fußballplätze am Trotzenburger Weg, das Nachwuchszentrum und eben die Geschäftsstelle des Vereins. Die Laufzeit dieses Vertrags beträgt 50 Jahre.

Will Hansa Gebäude oder Teile des Grundstücks verkaufen, muss die Stadt als Erbbaurechtsträger dem Vorhaben zustimmen. Vertretungsberechtigt ist die Bürgerschaft. Ihre Zustimmung soll heute eingeholt werden. Internen Kreisen zufolge gilt sie als sehr wahrscheinlich, wenn auch diskussionswürdig. Vertreter des Vereins werden zu der Sitzung nicht erwartet. „Ich habe bis jetzt keine Einladung von der Stadt bekommen“, sagt Dahlmann.

Seine Geschäftsstelle will Hansa innerhalb von zehn Jahren per Leasing-Vertrag zurück erwerben. Zu dem Verkauf sah sich der Club gezwungen, da er im Zusammenhang mit dem vollzogenen Schuldenschnitt keine neuen Kredite und Bürgschaften aufnehmen durfte.

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