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Hansa am Abgrund: Fans stoppen Spieler nach 0:2-Niederlage

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erstellt am 07.Apr.2013 | 07:30 Uhr

Rostock | Schockstarre in der DKB-Arena: Mitte der zweiten Hälfte nahmen am Sonnabend bei der 0:2-Heimpleite gegen Arminia Bielefeld die Hansa-Fans ihre Banner und Transparente ab, wurden die Anfeuerungen eingestellt. Spätestens mit der lähmenden Stille im weiten Rund sollte jedem Einzelnen im Stadion klar geworden sein, dass der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock kurz vor dem Abgrund steht.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff forderte die aufgebrachte Anhängerschaft eine Aussprache mit der Truppe, blockierte dazu friedlich phasenweise die Ausfahrt des VIP-Parkplatzes. Rund 50 Minuten diskutierten Vorstand, Mannschaft und Trainerteam mit etwa 200 Fans. Selbst der verletzte Kapitän Sebastian Pelzer (Zehbruch) humpelte auf Krücken in die Menge. "Es ist gut abgelaufen. Wir haben miteinander geredet und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir gemeinsam aus der Scheiße rausmüssen und dass wir daran arbeiten, dass wir nicht wieder so etwas abliefern, was wir heute abgeliefert haben", sagte Matthias Holst, der "Pelle" zuvor als Spielführer auf dem Feld vertrat.

Wie schon im Stadion erhielt Trainer Marc Fascher nochmals die Rückendeckung und Aufmunterung von den Anhängern. "Ich glaube, dass es eine Anerkennung dafür ist, dass die Fans einfach merken, dass ich mir hier tagtäglich den Allerwertesten aufreiße und alles gebe, die Kogge in der Spur zu halten", so der 44-Jährige, der wahrscheinlich auch bei Alemannia Aachen auf der Bank sitzen wird. "Im Augenblick gibt es keinen Grund, irgendwelche aktionistischen Dinge zu tun. Wir spielen schon wieder am Freitag in Aachen, und alleine darauf kommt es an", so Sportvorstand Uwe Vester.

Trotzdem steht unter dem Strich eine Serie von nur einem Sieg aus 15 Partien zu Buche. Hansa ist das schwächste Rückrundenteam. "Wir haben das Problem dieser Serie. Je länger sie geht, umso mehr setzt sie sich in den Köpfen fest. Dann kriegt man irgendwann kein Bein mehr vor das andere", sagte Vester, der dafür nicht nur den Winter-Neuzugängen die Schuld geben will: "Wir sind auch mit den Leistungen anderer Spieler nicht zufrieden."

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