Handwerk in der Hansestadt : Handwerk begeistert Schüler

Genau hingeschaut: Ganz gespannt blicken die Schüler Christian Lembke (15, links) und Tommy Lee Marx (15) dem Auszubildenden Lucas Feldmann (18) bei der Arbeit zu. Er schneidet runde Sitzleisten für einen Stuhl zu. Da ist Konzentration und genaues Arbeiten gefragt.
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Genau hingeschaut: Ganz gespannt blicken die Schüler Christian Lembke (15, links) und Tommy Lee Marx (15) dem Auszubildenden Lucas Feldmann (18) bei der Arbeit zu. Er schneidet runde Sitzleisten für einen Stuhl zu. Da ist Konzentration und genaues Arbeiten gefragt.

Jugendliche lernen bei Ausbildungswoche verschiedene Berufe kennen. Rund 250 Lehrstellen sind zu vergeben.

svz.de von
11. März 2016, 16:00 Uhr

Schrauben, fräsen oder Teig ausrollen – Die Lehrlinge am Handwerkerbildungszentrum haben alle Hände voll zu tun. Gestern zeigten sie den rund 130 Rostocker Schülern der achten und neunten Klassen während der Ausbildungswoche, was ihnen in ihrer Lehre vermittelt wird. Bei einem Rundgang durch die Werkstätten bekamen die Jugendlichen der regionalen Schulen außerdem einen Einblick in die Vielfalt der Berufe.

Der Achtklässler Tommy Lee Marx (15) war ganz mitgerissen bei dem Besuch der Tischlerwerkstatt. „Ich habe schon mal ein Praktikum bei einer Tischlerei absolviert“, sagt der Schüler. Da durfte er sogar unter Anleitung die schweren Maschinen bedienen. „Das hat mir sehr gefallen und vielleicht lerne ich den Beruf nach meinem Schulabschluss“, so Marx. Sein Freund Christian Lembke ist sich da noch nicht ganz schlüssig. „Vielleicht werde ich Maler“, sagt er.

Ausbildungsberater standen den jungen Leuten gestern zur Seite, um zu erklären, wie sie neben Tischler auch Kfz-Mechatroniker, Feinwerkmechaniker, Bäcker oder Friseur werden können. „Wir erklären die Berufsbilder und bringen den Schülern beispielsweise näher, dass sie als angehende Bäcker auch nachts arbeiten müssen“, sagt Ausbildungsberater Frank Milbradt. Darüber wären sich sonst einige junge Leute nicht bewusst, wenn sie das Backhandwerk erlernen wollen. Milbradt erklärt den Schülern außerdem, dass die klassische Handarbeit im Handwerk nach wie vor der Schwerpunkt der Arbeit ist. „Natürlich wird auch mit Maschinen gearbeitet“, fügt er hinzu. Um Tischler oder Mechaniker zu werden, sollten die Jungen und Mädchen grundlegend handwerklich begabt sein. „Die Fertigkeiten erlernen sie dann während ihrer Ausbildung und in unseren Werkstätten“, sagt Milbradt. Stolz zeigt er den Jugendlichen die Intarsienarbeiten, darunter filigrane Schachbretter, die die angehenden Tischler aus dem dritten Lehrjahr bearbeitet haben. „Wer seine Arbeit fertig stellt, darf sein Werk auch mitnehmen“, sagt er.

Über eine kostenfreie App oder die Lehrstellenbörse können sich die Schüler bewerben. „Das Handwerk bietet mit 130 Ausbildungsberufen eine große Vielfalt an Chancen“, sagt Claudia Alder, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. Rund 250 freie Stellen werden im Kammerbezirk angeboten.

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