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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 10:50 Uhr

Haftbefehl nach rassistischem Angriff

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2012 | 11:14 Uhr

Rostock | Nach dem fremdenfeindlichen Übergriff auf zwei Togolesinnen und einen Mazedonier ist jetzt Haftbefehl gegen einen 25-jährigen Mann erlassen worden. Der einschlägig vorbestrafte Beschuldigte ist seit dem Vorfall am Wochenende abgetaucht. Die Polizei fahndet nun unter Hochdruck nach ihm.

Der 25-Jährige soll am Sonnabendabend gegen 19.50 Uhr vor einem Einkaufsmarkt am Hannes-Meyer-Platz in Dierkow gemeinsam mit seinem 27 Jahre alten Begleiter eine togoische Staatsangehörige sowie deren sechsjährige Tochter mit rassistischen Äußerungen bedroht haben. Anschließend soll er einen Mazedonier, der der Frau zu Hilfe eilte, zusammengeschlagen haben. Beide Beschuldigte sind der Volksverhetzung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der gefährlichen Körperverletzung dringend tatverdächtig - das haben die Ermittlungen des Fachkommissariats für Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rostock ergeben. Gegen den 27-Jährigen wird darüber hinaus wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Konkret wird den beiden zur Tatzeit alkoholisierten Beschuldigten zur Last gelegt, vor dem Sky-Markt in Dierkow die 41-jährige togoische Frau und ihre kleine Tochter unter anderem mit den Worten "Auch hier gibt es den Ku-Klux-Klan" und "Wenn es Hitler noch gäbe, wärt ihr nicht mehr hier" beleidigt und bedroht zu haben. Dabei sollen sie auch den so genannten Hitlergruß gezeigt haben. Im Anschluss sollen beide Beschuldigte dem 35-jährigen Mazedonier, der der Frau und ihrer Tochter zu Hilfe eilte, Faustschläge versetzt und den Geschädigten dabei am Kopf und der Hand verletzt haben. Nach Eintreffen der Polizei soll sich der 27-Jährige seiner Festnahme widersetzt und mit der Faust in Richtung eines Beamten geschlagen haben. Beide Männer waren in der Folge vorläufig festgenommen und Strafanzeigen aufgenommen worden. Die Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder entlassen.

Entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht die Anordnung der Untersuchungshaft gegen den 25-Jährigen auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr gestützt. Für den 27-jährigen Mitbeschuldigten, der bislang noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war, konnte kein Haftgrund festgestellt werden.

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