Hafenzufahrt: Bund sagt Vertiefung ab

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10. Mai 2012, 08:52 Uhr

Rostock | Der Bund will den Ausbau der Hafenzufahrt in Rostock auf die lange Bank schieben. Das Vorhaben sei derzeit wegen anderer Prioritäten im Bundesverkehrswegeplan nicht finanzierbar. Das teilte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) gestern am Rand einer Konferenz in Rostock mit.

In der Hansestadt ist die Vertiefung des Seekanals von derzeit 14,50 auf 16,50 Meter seit Längerem geplant. So soll die Ansteuerung größerer Tanker und Massengutfrachter vereinfacht werden. Die Rostocker Hafenwirtschaft protestierte gestern umgehend gegen die Pläne des Bundes. "Es ist bereits viel Geld in die Vorbereitung geflossen", sagt Dr. Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft(Hero). Die Entscheidung sei auch laut Verkehrsminister Schlotmann nicht hinnehmbar. Sie betrifft neben Rostock auch den Ausbau der Hafenzufahrt in Wismar, die der Bund ebenfalls streicht. Der zuständige Berliner Staatssekretär hatte Schlotmann in zwei Briefen mitgeteilt, der Ausbau könne für den neuen Verkehrswegeplan, der ab 2015 zum Tragen kommt, erneut beantragt werden. Laut Hero-Chef Bauermeister keine gute Lösung: Mit einem weiteren Anlauf würde alles von vorne beginnen.

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