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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. November 2017 | 22:06 Uhr

Überseehafen Rostock : Hafenbeamte ziehen ins Zollamt

vom
Aus der Onlineredaktion

Stadt kündigt alten Sitz der Wasserschutzpolizei an der Kaikante für die Erweiterung von Rostock Port. Abriss der Container noch dieses Jahr

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Ein Sattelzug aus Tschechien, der mit kaputtem Bremssystem durch Europa fahren wollte, ein defekter Kleintransporter mit 14 Rumänen an Bord – diese und viele weitere Sicherheitsrisiken haben die Beamten der Wasserschutzpolizei im Rostocker Seehafen bei Kontrollen in den vergangenen Tagen entdeckt und die Weiterfahrt sowie Schlimmeres verhindert.

Kontrollen der Verkehrstüchtigkeit von Fahrzeugen, die von den Fähren kommen oder auf die Fähren wollen, ist nur ein Aufgabengebiet der Station, die 18 Beamte umfasst und gestern offiziell neue und moderne Räume in der Ost-West-Straße 12 bezogen hat. „Wir sind als eine Art Umweltpolizei auch für die Kontrolle bei Beförderung, Umschlag und Ladung von Gefahrgut zuständig und kümmern uns darum, dass Gewässer nicht verdreckt und internationale Vorschriften eingehalten werden“, sagt Peter Mainka, der seit Mai vergangenen Jahres Direktor des Landeswasserschutzpolizeiamtes MV ist.

Die alten Polizei-Container sollen noch dieses Jahr abgerissen werden – der Liegeplatz für das Küstenstreifenboot „Warnow“ bleibt.
Die alten Polizei-Container sollen noch dieses Jahr abgerissen werden – der Liegeplatz für das Küstenstreifenboot „Warnow“ bleibt. Foto: clla
 

Seit Anfang der 90er-Jahre saßen die Beamten direkt an der Kaikante in der alten Hafenapotheke. 2014 kündigte die Stadt das Mietverhältnis aufgrund von Eigenbedarf – der Erweiterung des Hafens und geeigneten Flächen für Industrieansiedlungen. „Wir müssen uns erst einmal intern optimieren, bevor wir nach außen erweitern – und die Kaikante ist für den Umschlag da“, so Gernot Tesch, Geschäftsführer von Rostock Port. Deshalb hätte man für die Wasserschutzpolizei eine neue Station gesucht und im Gebäude des Zollamtes gefunden. Seit Herbst 2014 wurde das Haus in der Ost-West-Straße 12 saniert, 250 000 Euro kosteten allein die Sonderanforderungen der Polizeistation. „Ich bin dankbar, dass wir es geschafft haben, in relativ kurzer Zeit die Bedingungen für die Beamten den vielfältigen Aufgabenbereichen anzupassen“, lobte Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Auch im Hinblick auf die Nachwuchsgewinnung für die Station, deren Beamte ein Durchschnittsalter von 57 Jahren haben, seien verbesserte räumliche Bedingungen ein gutes Argument.

Nach dem Auszug der Beamten soll ein Teil der Container an der Kaikante noch dieses Jahr abgerissen werden. „Wir lassen aber noch einige über die Saison stehen – als Terminal für die Abfertigung der Passagiere, wenn ein Kreuzliner bei uns liegt“, so Tesch. Was künftig mit der Fläche passiert und wer sich ansiedeln könnte, ließ der Rostock-Port-Chef aber noch offen.

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