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Großinvestitionen im Rostocker Seehafen : Hafen investiert in Getreide

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Unternehmen bauen für 35 Millionen Euro zusätzlichen Belader, Extra-Silo und Förderbandsystem.

von
erstellt am 07.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Mit zwei Großinvestitionen wollen die Unternehmen im Rostocker Seehafen ihre Position im Getreideexport weiter festigen. Bis Ende 2018 plant Euroports Germany für rund zehn Millionen Euro die Installation eines zusätzlichen Getreidebeladers mit einer Nennleistung von 1200 Tonnen pro Stunde. Die Beiselen GmbH investiert zeitgleich 25 Millionen Euro in ein neues Silo und in ein Förderbandsystem, das an den Belader angeschlossen wird. Dafür stellt die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero) dem Agrarhandelsunternehmen aus Ulm per Erbbaurechtsvertrag eine Fläche von etwa fünf Hektar zur Verfügung.

Die neue Anlage solle Kapazitätsengpässe in Rostock beheben, erklärt der geschäftsführende Beiselen-Gesellschafter Rainer Schuler: „In Verbindung mit dem durch Euroports errichteten Getreidebelader werden wir einen wesentlichen Beitrag leisten, dem Überseehafen Rostock die Bedeutung zukommen zu lassen, die er als Deutschlands wichtigster und leistungsfähigster Exporthafen verdient.“ Die Verhandlungen zwischen den drei Parteien hatten mehr als ein Jahr gedauert.

„Wir werden mit dieser Investition den Service und die Leistungsfähigkeit des Getreideterminals erhöhen“, sagt Euroports-Geschäftsführer Günter Fett. Sein Unternehmen betreibt bereits einen Getreidebelader vor Ort, ein weiterer wurde von einem Agrarunternehmen installiert. Mit dem neuen Großgerät sollen nicht nur die zusätzlichen Rohstoffmengen von Beiselen, sondern auch anderer Getreidehändler umgeschlagen und Kapazitätsengpässe beseitigt werden, so Fett. Das trage dazu bei, die Position Rostocks als einer der wichtigsten Getreideexporthäfen Deutschlands zu stärken. In den vergangenen drei Jahren wurden den Angaben zufolge jährlich mehr als drei Millionen Tonnen exportiert.

Mit der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung zeigt sich auch Hero-Geschäftsführer Gernot Tesch hoch zufrieden. Er sagt: „Die Investitionen unterstreichen die Sinnhaftigkeit der angestrebten Seekanalvertiefung. Das Wachstumspotenzial im Getreideumschlag ist noch nicht ausgeschöpft.“ Im jüngst vorgestellten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist die angestrebte Vertiefung zwar aufgenommen. Allerdings sieht der Plan des Ministeriums nur ein Ausbaggern auf 15,80 statt der von der Hero favorisierten 16,50 Meter vor.

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