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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:32 Uhr

Stadtplanung : Händlern fehlen die Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach der Umgestaltung des Kirchenplatzes: Die Stimmung ist gut, richtig zufrieden sind Kunden und Verkäufer aber dennoch nicht

Am Kirchenplatz ist nach den langen Bauarbeiten der Alltag wieder eingekehrt und der Sonnabend ist ganz dem Wochenmarkt gewidmet. Doch wie zufrieden sind die Markthändler und was hat sich zum Positiven oder Negativen für die Verkaufsstände und die Kundschaft verändert?

„Ich kaufe jede Woche, wenn ich es zeitlich einrichten kann, hier ein und eigentlich ist alles so wie immer“, sagt Ulrike Wenner-Bunge. Die Warnemünderin hat hier ihre Stammhändler im Laufe der Jahre gefunden und sie mag besonders die regionalen Produkte, persönlichen Gespräche und die Düfte. Daran habe sich nach wie vor nichts geändert.


Fläche hat optisch wenig zu bieten

Währenddessen verpackt Ilona Ullerich von der Gärtnerei Beese in Diedrichshagen das frische Saisongemüse für die Kundin. Die Verkäuferin ist ein bekanntes Gesicht auf dem Markt und kennt sich bestens aus: „Wir Händler sind alle nicht begeistert. Uns fehlen die Parkplätze im vorderen Teil und mancher Kunde bleibt weg“, bemängelt sie die neue Gestaltung des Kirchenplatzes. Diese Ansicht teilen auch andere Geschäftsinhaber, die die abgesperrte Fläche vor der Kirche als Platzverschwendung sehen und die ihrer Ansicht nach optisch wenig zu bieten hat: „Eigentlich sieht der Vorplatz jetzt aus wie der Exerzierplatz einer Kaserne“, sagte Karsten Jantos. Der Inhaber der Kurapotheke am Anfang der Mühlenstraße ärgert sich täglich über die ungenutzten Möglichkeiten und löste am Sonnabend an der Gulaschkanone bei Verkäufer Fred John Diskussionen aus. „Wer früher mal kurz angehalten hat, um schnell im Edeka, auf dem Markt oder der Mühlenstraße einzukaufen, fährt jetzt nach einer Runde Parkplatzsuche genervt weiter“, so John. Dazu würde die Kreuzungsmündung an der Poststraße viele Unfallgefahren bieten.


Einsicht in Kreuzung ist schlechter

Denn durch die seitlich parkenden Autos und die bis zur Straße reichenden Marktstände sei die Einsicht schlechter als vorher. Der Broiler-Verkäufer Frank Kokoschek fragt sich beispielsweise, warum nicht der vordere Teil des Platzes für den Wochenmarkt eingeplant wurde, um auch weiterhin die bestehenden Parkplätze im hinteren Bereich zu nutzen. Zufriedenheit sieht anders aus und es gab mehr negative als positive Meinungen zur derzeitigen Situation. „Eines hat sich glücklicherweise auf dem Markt nicht geändert: Es wird geschnackt, geblödelt und nie langweilig“, so Kokoschek.

 

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