Weihnachtsmarkt : Händler klagen über Verluste

Auf der Fischerbastion läuft das Geschäft eher schleppend.
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Auf der Fischerbastion läuft das Geschäft eher schleppend.

Die zweitägige Sturm-Pause wirkt sich negativ auf die Halbzeit-Bilanz aus. Die Schausteller bleiben aber optimistisch.

svz.de von
13. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Der Rostocker Weihnachtsmarkt feiert Bergfest. Seit zwei Wochen schon werden auf dem Markt Glühwein, Mutzen und andere weihnachtliche Speisen, Getränke und Kunsthandwerk verkauft. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. „Nach rein optischem Eindruck sind die Besucherzahlen in der Innenstadt ähnlich wie im vergangenen Jahr“, meint der Geschäftsführer des Weihnachtsmarktes, Jörg Vogt. Eine genaue Statistik gebe es nicht.

Auf dem Weihnachtsmarkt auf der Fischerbastion läuft es jedoch nicht ganz so gut. „Es sind viel weniger Leute hier als im vergangenen Jahr“, sagt Glühweinverkäufer Ronny Seemann. Vor allem unter der Woche sei das deutlich zu merken. „Ich vermute, das wird teilweise an den gestiegenen Preisen liegen“, sagt er. Einen entscheidenden Einschnitt bildete in diesem Jahr der Orkan Xaver. An den zwei Tagen, an denen er über Rostock wütete, wurde der gesamte Weihnachtsmarkt geschlossen, eine Maßnahme, die dieses Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des Weihnachtsmarktes getroffen wurde.

„Wirtschaftlich gesehen ist der Sturm natürlich ein großer negativer Faktor“, sagt Jörg Vogt. Zwei Tage ohne Einnahmen werden sich in der finanziellen Bilanz am Ende deutlich niederschlagen. Trotzdem war die Entscheidung absolut richtig, so Jörg Vogt. „Das Sicherheitsrisiko wäre einfach zu groß gewesen. Teile hätten sich lösen und umherfliegen können, man hätte mit Zerstörungen im größeren Umfang rechnen müssen“, berichtet er.

Doch obwohl alle Verkaufsstände und Karussells geschlossen oder teilweise abgebaut wurden, kam es zu vereinzelten Schäden: Am Universitätsplatz wurde eine Hütte vom Sturm fortgetragen, eine andere löste sich teilweise aus ihrer Verankerung.

Trotz der widrigen Bedingungen bleiben die Veranstalter des Weihnachtsmarktes optimistisch: „Wir haben nunmal Dezember, daran kann man nichts ändern“, meint die Vorsitzende des Schaustellerverbandes, Marlies Urbigkeit. Ein Highlight sei die zweistöckige Geisterbahn – die größte ihrer Art in Europa. Der historische Weihnachtsmarkt bleibt weiterhin eher ein Geheimtipp. „Wer einmal hier war, ist begeistert und kommt wieder“, sagt Schmied Marko Wehner.

Bis zum 22. Dezember ist der Weihnachtsmarkt noch geöffnet. Bis dahin hoffen die Schausteller auf günstige Witterung, damit die Kunden zahlreich auf den Markt strömen.

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