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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 03:51 Uhr

Gutachten: Neue Feuerwache zu laut

vom

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erstellt am 10.Sep.2013 | 06:11 Uhr

Rostock | Probleme beim geplanten Feuerwachen-Neubau in Dierkow: Ein Lärmschutzgutachten hat eine Überschreitung der zulässigen Höchstwerte ergeben. "Deswegen wurden das Planungsverfahren und ein Architekturwettbewerb vorerst ausgesetzt", sagt Nico Seefeldt vom Kommunalen Eigenbetrieb Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE), der den Neubau koordiniert. Der Bebauungsplan für das 14 000 Quadratmeter große Grundstück habe an die Lärmschutzanforderungen angepasst werden müssen.

Die überarbeitete Version wurde gestern im Ortsbeirat Dierkow-Neu vorgestellt, voraussichtlich im Januar soll die Bürgerschaft über sie abstimmen. Erst dann können der Architekturwettbewerb und die restliche Planung fortgesetzt werden. "Normalerweise dauert das etwa ein Vierteljahr", sagt Seefeldt. Anschließend folge die Ausschreibungsphase, bevor die Bauarbeiten möglichst noch im kommenden Jahr starten können. Die Einhaltung des Zeitplans hänge davon ab, ob weitere Probleme auftreten, etwa mit dem Baugrund. "Ein Abschluss bis Ende 2016 ist durchaus noch realistisch, es kann aber auch länger dauern", so Seefeldt.

Hintergrund des Neubaus am Dierkower Damm ist ein Brandschutzgutachten, das bereits vor mehreren Jahren erstellt wurde. Demnach kann die Feuerwehr in Dierkow und Toitenwinkel die vorgeschriebene Zehn-Minuten-Hilfsfrist - also die Zeit, die maximal bis zum Eintreffen am Einsatzort vergehen darf - nur mit Mühe einhalten. Im Ernstfall müssen die Brandbekämpfer aus den weit entfernten Wachen in der Südstadt beziehungsweise im Überseehafen anrücken. "Diese Lücke wollen wir schließen", sagt Johann Edelmann, seit gestern neuer Chef des Rostocker Brandschutz- und Rettungsamtes. In der neuen Wache sollen ständig sechs hauptberufliche Brandschützer stationiert werden. "Die Besetzung erfolgt durch eine Umverlegung aus anderen Wachen", sagt Edelmann. Eine angeschlossene Halle soll zudem Platz für vier bis sieben Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr bieten, darunter die üblichen Lösch- und Transportfahrzeuge, aber auch eine Drehleiter, die allerdings erst noch angeschafft werden muss.

Darüber hinaus soll der Neubau Heimat einer komplett neuen Freiwilligen Feuerwehr für den Nordosten werden. Dafür ist ein zusätzliches Gerätehaus am Standort vorgesehen. Den Grundstamm sollen die bisherigen Mitglieder der Einsatzabteilung Dierkow der Freiwilligen Feuerwehr Gehlsdorf bilden. Sie wären dann auch Nachbarn einer Rettungswache, die mitsamt einem Rettungswagen und der zweiköpfigen Besatzung ebenfalls auf das Gelände ziehen soll. Insgesamt sollen am Standort dank des Schichtdienstes annähernd 50 Personen einen Arbeitsplatz finden.

Die Außenflächen bieten zudem Platz für einen Alarmhof, einen Übungshof, zahlreiche Parkplätze und eine Sportfläche. Insgesamt rechnet der KOE mit 6,9 Millionen Euro, die in das Vorhaben fließen. Darin sind die Ausgaben für Planung und Ausstattung der Wache bereits enthalten, die reinen Baukosten betragen rund vier Millionen Euro.

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