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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 13:25 Uhr

Ortsschilder : Güstrow bald wieder „Kreisstadt“?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Prüfung ergibt: Zusatz auf Ortseingangsschild möglich

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Wenn schon nicht der Landkreis „Güstrow“ heißt, soll wenigstens für jedermann sichtbar sein, dass die Barlachstadt der Hauptsitz der Verwaltung des Landkreises Rostock ist. Weil es nach der Bildung des neuen Großkreises aber keinen Hinweis darauf auf den Ortseingangsschildern gibt, würden vor allem Auswärtige Rostock als Kreisstadt assoziieren, meint CDU-Stadtvertreter Sebastian Berg. Auf Initiative seiner Fraktion wurde deshalb im Mai der Bürgermeister mit der Prüfung beauftragt, ob das zu ändern geht. Alternativ zur Ergänzung um den Schriftzug „Kreisstadt“ auf den gelben Tafeln könnte, so die Intention der Antragsteller, auch eine Begrüßungstafel hinter den Ortseingangsschildern aufgestellt werden, die jeden Ankömmling auf der Straße „in der Kreisstadt des Landkreises Rostock“ willkommen heißt. Bürgermeister Arne Schuldt (parteilos) hat inzwischen prüfen lassen, informiert seine Sprecherin, Karin Bartock, auf Nachfrage. Ergebnis: Ja, es ist möglich. Und: Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr habe bereits seine Zustimmung gegeben. Demnach könnte die oberste Zeile auf den gelben Schildern statt „Barlachstadt“ auch gut „Kreis- und Barlachstadt“ lauten. Dies sei durch einfaches Überkleben – natürlich vorschrifts- und fachgerecht ausgeführt – zu ändern. Rund 100 Euro pro Schild würde das kosten, habe der Bürgermeister bereits veranschlagen lassen. Bei laut Bartock 21 Schildern, die an den Zufahrtstraßen Güstrows stehen, macht das also 2100 Euro Gesamtkosten. Damit wäre jetzt die Stadtvertretung am Zug. Da hatten sich – kurz vor den Kommunalwahlen 2014 noch in alter Zusammensetzung – gut zwei Drittel für den reinen Prüfauftrag ausgesprochen. Gegenstimmen gab es mit Verweis auf die Kosten. Und: Touristen kämen nicht in die „Kreisstadt“, sondern in die „Barlachstadt“ Güstrow, die mit dem Namenszusatz des berühmten Künstlers „national und international gut aufgestellt“ sei. Burkhard Bauer (Linke/inzwischen nicht mehr in der Stadtvertretung): „Die Menschen, die aus dem Umland nach Güstrow kommen, müssen nicht gesagt bekommen, dass es sich um die Kreisstadt handelt.“ Einzelbewerber Kurt-Werner Langer indes wundert sich, da bei einem gleichlautenden Antrag früher angeblich kein Platz auf den Schildern gewesen sein soll.

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