Grundschule wird behindertengerecht

 Freude an der Grundschule an den Weiden: (v.l.)Schulleiter Thomas Pohlm , Minister Volker Schlotmann, Bauamtsleiterin Ines Gründel, Schulamtsleiter Martin Meyer und Oberbürgermeister Roland Methling bei der Übergabe des Förderbescheides. mapp
Freude an der Grundschule an den Weiden: (v.l.)Schulleiter Thomas Pohlm , Minister Volker Schlotmann, Bauamtsleiterin Ines Gründel, Schulamtsleiter Martin Meyer und Oberbürgermeister Roland Methling bei der Übergabe des Förderbescheides. mapp

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10. November 2010, 07:49 Uhr

Toitenwinkel | Die "Grundschule an den Weiden" in der Pablo-Picasso-Straße kann im kommenden Jahr umfassend saniert werden. Den entsprechenden Förderbescheid von 2,3 Millionen Euro hat Bauminister Volker Schlotmann (SPD) gestern Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) überreicht. Der Eigenanteil der Hansestadt beträgt 601 000 Euro, der Rest stammt aus Städtebaufördermitteln. "Bauinvestitionen in Schulen sind Investitionen in Bildung. Jeder weiß, dass es sich in modernen Räumen besser lehrt und lernt", sagt Schlotmann. Er ließ den Wermutstropfen bei seiner Ansprache nicht weg: "Der Bedarf an Schulsanierungen ist weitaus höher, wir können nur die Hälfte der Einrichtungen sanieren, die es nötig hätten."

Umso größer ist das Strahlen an der ausgesuchten Grundschule an den Weiden, die von 280 Mädchen und Jungen besucht wird. "Wir freuen uns darüber sehr", sagt Schulleiter Thomas Pohl.

Das Schulgebäude der Toitenwinkler Grundschule ist 1991 errichtet worden. "Diese Bauweise ist aus heutiger Sicht und unter dem Aspekt der Energieeffizienz nicht mehr vertretbar", sagt Methling. Die damals eingesetzten Baumaterialen haben zum schnellen Verschleiß der Bausubstanz geführt. Aus finanziellen Gründen war es in den vergangenen 20 Jahren nicht möglich, wesentliche Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren. Lediglich der Hof und die Sportanlage um den Standort des Schulzentrums, bestehend aus Grund-, Förder- und Gesamtschule, ist in den Vorjahren aus Mitteln der Wohnumfeldprogramme und des Stadtumbaus finanziert worden.

Beim aktuellen Vorhaben soll das viergeschossige Gebäude ab Sommer 2011 komplett behindertengerecht erschlossen werden. Zwischen den beiden Gebäudeteilen entsteht daher ein Aufzug, um Schülern mit einem Rollstuhl den Zugang zu ermöglichen. Am Haupteingang wird aus dem Grund eine Rampe errichtet.

Um Energiekosten zu senken, sollen Fassade und Dach energetisch saniert werden. "In dem Zusammenhang wird die Heizungsanlage erneuert", sagt Schulamtsleiter Martin Meyer. Um das zu realisieren, wird eine schuleigene Gebäudeleittechnik mit einer Hausanschlussstation eingebaut. Auch neue Bodenbeläge sollen verlegt werden.

Ein nächster Schwerpunkt ist die Akustik in den Räumen und auf den Fluren. Die gesamte Maßnahme an dieser Toitenwinkler Schule soll in zwei Bauabschnitten realisiert werden. "Der erste Bauabschnitt mit den Außengewerken startet voraussichtlich in den Sommerferien 2011", sagt der Schulamtsleiter. Dazu gehören die Arbeiten an Fassade, Dach, der Fahrstuhleinbau und Ähnliches. "Mit den Innengewerken geht es dann voraussichtlich ab Sommerferien 2012 weiter", so Meyer. In diesen Baukomplex fallen die Bereiche Hausleittechnik, die Elektroarbeiten, das Malern und das Verlegen der Bodenbeläge.

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