Weihnachtsmärchen Rostock : Grüne Bande straft gierigen Prinzen

Die grüne Bande: Für Robin Hood (Péter Copek), Bruder Tuck (Daniele Varallo) und Little John (Tim Grambow, v. l.) spielen Zusammenhalt und Freundschaft eine wichtige Rolle.
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Die grüne Bande: Für Robin Hood (Péter Copek), Bruder Tuck (Daniele Varallo) und Little John (Tim Grambow, v. l.) spielen Zusammenhalt und Freundschaft eine wichtige Rolle.

Weihnachtsmärchen „Robin Hood“ feiert Premiere: Tanzcompagnie inszeniert Geschichte um Freundschaft und Großmut.

svz.de von
22. November 2015, 21:06 Uhr

Wahrlich märchenhaft hat sich das Ensemble der Tanzcompagnie gestern bei der Premiere des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Robin Hood“ präsentiert. Die zauberhafte Atmosphäre unterstrichen Flötenklänge, Streichinstrumente und Paukenschläge in den Kompositionen von Jan Paul Werge. Ein geradezu hypnotisches Zusammenspiel aus Licht, Tanz und Musik erzählte dem Publikum die Geschichte des Helden mit Pfeil und Bogen.

Dabei stand der Namensgeber in der Inszenierung von Chef-Choreografin Katja Taranu keineswegs als Einzelkämpfer im Fokus. Vielmehr lag das Hauptaugenmerk auf dem Miteinander – sowohl der Tänzer als auch der Figuren, die diese darstellten. Für Robin Hood und seine grüne Bande, bestehend aus Bruder Tuck, Little John und Maid Marian, galten Zusammenhalt und Freundschaft stets als Maxime ihres Handelns. Dabei teilten sie nicht nur das Essen in der Gruppe, sondern nahmen sich auch derer an, denen Prinz John und der böse Sheriff aus lauter Habgier alles genommen hatten, was ihnen lieb war: den armen Stadtkindern.

Deren Auftreten passte jedoch weniger zum Rest der Ausstattung von Stephan Fernau. Die Kostüme distanzierten sich durch quietschbunte Farben und Muster weit von den anderen – vielleicht um Nähe zu den jungen Zuschauern zu schaffen.

Besonders herausragend zeigte sich hingegen Anton Shults Darstellung des Prinzen John. Dieser überzeugte durch sein selbstverliebtes, naives und gleichzeitig sympathisch-komisches Auftreten und konnte so viel Applaus und Lacher auf seiner Seite verzeichnen. Auch im Zusammenspiel mit Hung-Wen Chen, die den Sheriff von Nottingham gab, harmonierten die Bösewichte ausgezeichnet, ohne dem jungen Publikum Angst zu machen.

Als sie sich letztlich doch der grünen Bande geschlagen geben mussten, verteilte das Ensemble goldene Schokotaler im Publikum, die sie dem gierigen Prinzen abgenommen hatten. Nicht zuletzt diese Geste sorgte für tosenden Applaus. Im Foyer konnten die kleinen Zuschauer dann sogar noch ihre Helden treffen. Katrin Zimmer

Weitere Termine: 24., 25., 26., 27., 28. November, 4., 7., 16., 17., 18., 21., 23. und 26. Dezember

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