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Baugebiet in Rostock : Groter Pohl vor nächstem Schritt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt will bis 2018 Bebauungsplan festlegen. Kleingärten müssen Wohnen und Wissenschaft weichen.

von
erstellt am 04.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Rostock plant den nächsten Schritt auf dem Groten Pohl in der Südstadt. Nachdem die Entwicklung der südöstlichen Ecke mit einem großen Einkaufsmarkt und einem gerade entstehenden Gesundheitszentrum fast abgeschlossen ist, soll nun der Bebauungsplan für einen Großteil der übrigen Fläche aufgestellt werden. Darüber entscheidet die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am Mittwoch.

Noch befinden sich auf dem rund 19 Hektar umfassenden Areal vier Kleingartenvereine sowie einige unabhängige Parzellen. Sie müssen voraussichtlich ab 2018 weichen, sind durch die Umnutzungskonzeption von Stadt und Verband der Gartenfreunde aus dem Jahr 2008 aber bereits vorgewarnt.

„Das Gebiet eignet sich als Wohnbaufläche und für Bildung, Wissenschaft sowie Technologie“, sagt Monika Fritsche vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft. Genaue Einzelheiten soll der künftige Bebauungsplan regeln: „Die konkrete Bauweise, das Maß der baulichen Dichte sowie die zulässigen Hausformen werden im weiteren Planungsprozess zu präzisieren sein“, heißt es in der Beschlussvorlage für die Bürgerschaft. Allerdings sei schon jetzt klar, dass aufgrund der zentralen Lage in direkter Nähe zum Hauptbahnhof ein verdichteter Wohnungsbau angestrebt werde. Dafür sollen die inneren Flächen genutzt werden, die dem Verkehrslärm abgewandt sind.

Im übrigen Gebiet ist laut Stadtplanungsamt ein breites Spektrum an Einrichtungen zwischen Kindergarten und Hoch- beziehungsweise Fachhochschule möglich. Zudem seien die Flächen für Institute, wissenschaftsnahe Unternehmen oder Ausgründungen von der Uni attraktiv. Der aktuell im Nordosten angesiedelte Interkulturelle Garten soll möglichst nah erhalten bleiben. „Wir werden auf alle Fälle versuchen, ihn zu integrieren“, sagt Fritsche. Ziel dieses Projekts ist es, Migranten über das gemeinsame Gärtnern die Integration in der Hansestadt zu erleichtern. Der langfristig angestrebte Neubau der Rostocker Moschee bleibt vom aktuellen Bebauungsplan noch ausgenommen. Er soll erst Bestandteil des Plangebiets Groter Pohl – westlicher Teil werden, das die weitere Bebauung direkt an der Erich-Schlesinger-Straße regeln wird.

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