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24. November 2017 | 05:02 Uhr

Großprojekt in der Altstadt läuft an

vom

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2013 | 08:22 Uhr

Rostock | Eine neue gepflasterte Parkfläche, mit Bäumen und Mauerstücken eingesäumt, sowie begrünte Bereiche zum Verweilen, die umliegenden Gehwege denkmalgerecht in rot-blau-buntem Altstadtklinker gestaltet – so soll es künftig auf dem Platz Am Wendländer Schilde vor der Nikolaikirche aussehen.

Heute laufen die rund eine Million Euro teuren Bauarbeiten richtig an, koordiniert von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS). Bis Oktober 2014 soll alles umgestaltet sein. Auf der Parkplatzfläche gilt jetzt wegen der Bauarbeiten erst mal ein stundenweises Halteverbot.

Anwohner fürchten Parkplatznot

Und genau darin sehen die Anlieger ein Problem: Ursula Hauke hat seit 18 Jahren einen Friseurladen in der direkt angrenzenden Mühlenstraße. Dass sich endlich etwas tut und der dreckige Platz und die unebenen Gehwege Am Bagehl, Am Wendländer Schilde und in der Mühlenstraße bald der Vergangenheit angehören sollen, freut sie sehr. Nur die Parkplatznot für ihre Kunden während der Bauzeit bereitet ihr Sorgen. Und auch danach werden Flächen entfallen. Aktuell werden 110 Plätze wild beparkt. Durch die Umgestaltung bleiben nur 68 Stellflächen, dafür aber geordnet.

Ortsbeiratsvorsitzender Werner Simowitsch (Linke) weiß um die Sorgen der Anlieger. Er rät zu Ausweichlösungen. „Wir hoffen, dass der Parkplatz an der Petrikirche bald fertig wird“, sagt er. Auch jetzt schon könnten Anwohner auf das Parkhaus auf der Holzhalbinsel ausweichen, das sei kaum ausgelastet. Die Umgestaltung des Platzes liege dem Ortsbeirat schon lange am Herzen. Die RGS und Vertreter der auftraggebenden Stadt seien zu vielen Sitzungen gekommen, letztmals im Februar. „Das entspricht schon unseren Vorstellungen“, sagt Simowitsch. Die Altstadt würde so aufgewertet.

Vor vier Wochen wurden die alten Bäume am Platz gefällt, später sollen neue gepflanzt werden. Auf der Parkplatzfläche wird die Baustelle eingerichtet, erste denkmalgerechte Straßenarbeiten beginnen im Bereich Gruben- und Mühlenstraße. Das vorhandene Granitgroßpflaster in den Fahrbahnen wird wieder eingebaut und durch ebene Granitsteine ergänzt. So werden Rollgeräusche vermindert und auch Radfahrer sollen so besser vorankommen. Außerdem werden alle Straßen, Wege und Flächen einschließlich des Weges zum Nordeingang der Kirche barrierefrei gestaltet. Neben der Umgestaltung wird auch das gesamte Trink-, Regen- und Schmutzwassernetz von der Eurawasser Nord GmbH saniert. Straßensperrungen werden nicht ausbleiben.

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