Rostock : Großes Treffen der Hochseefischer

Der Schlepper „Baltic“ ist beim Traditionstreffen zu besichtigen.
Der Schlepper „Baltic“ ist beim Traditionstreffen zu besichtigen.

10 000 ehemalige Mitarbeiter der DDR-Fischfangflotte werden am 9. Mai in Rostock erwartet.

svz.de von
30. April 2015, 20:00 Uhr

Für einen Tag wird Rostock wieder zur Hochburg der Hochseefischerei: Ehemalige Angehörige der DDR-Fischfangflotte und Mitarbeiter von Land wollen sich am 9. Mai in der Hansestadt treffen – erwartet werden bis zu 10 000 Teilnehmer. „Es geht darum, alte Kollegen wiederzusehen, mit ihnen Erinnerungen auszutauschen und kennenzulernen, wie es heute aussieht im ehemaligen Heimathafen der Schiffe vom Fischereikombinat Rostock“, teilen die Veranstalter mit.

Es ist schon das vierte Traditionstreffen der Hochseefischerei in der Hansestadt, das auf dem Gelände des Rostocker Fracht- und Fischereihafens stattfindet – dort, wo die Fischwirtschaft seit Jahrzehnten ihren Sitz hat. 1950 begann die Erfolgsgeschichte mit der Gründung des volkseigenen Betriebs Hochseefischerei. In der Hochzeit des späteren Fischkombinats (FIKO) arbeiteten mehr als 8000 Frauen und Männer an Land und auf den 100 Fang- und Verarbeitungsschiffen.

Das Treffen der Hochseefischer wird getragen von regionalen Stammtischen, die in Rostock, Güstrow, Waren sowie in Dresden und in den Bundesländern Thüringen und Bayern aktiv sind. Die Organisatoren haben vorbereitet, dass sich frühere Schiffsbesatzungen und Landabteilungen separat zusammenfinden können. Auch gibt es Open Ship auf dem Bundespolizei-Boot „Eschwege“, dem Hochseeschlepper „Baltic“ und dem Schlepper „Petersdorf“, die am Hafenkai festmachen. Das Traditionstreffen startet um 10 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Denkmal für die auf See Gebliebenen.

Das Aus des Fischkombinats nach der Wende bedeutete nicht das Ende des Hafenstandorts in Rostock-Marienehe. Seit 25 Jahren besteht dort die Fracht- und Fischereihafen GmbH. Im heutigen Universalhafen werden Massen- und Stückgüter wie Getreide, Baustoffe, Bleche und Holz umgeschlagen. 2013/14 gingen mehr als eine Million Tonnen Güter über die Kaikante. Basis dafür ist auch das Kühlhaus für die Lagerung von 10 000 Tonnen Ware, das noch zu Kombinatszeiten 1960 errichtet wurde.

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