zur Navigation springen

Traditionstreffen in Rostock : Großes Stelldichein der Hochseefischer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wiedersehensfreude bei alten Mitarbeitern. Buntes Programm lockt viele Besucher

Mehr als 10 000 Menschen arbeiteten in den besten Zeiten im Hafen des Rostocker Fischkombinats (FIKO) sowie auf den rund 100 Fang- und Verarbeitungsschiffen. Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass sich die Hochseefischer einmal jährlich treffen, um in gemütlicher Runde gemeinsame Erinnerungen auszutauschen.

Am Sonnabend hieß es zum vierten Mal „Hiev Up“ zum großen Treffen der Seeleute. Auch Hochseefischer Roland Frehse aus Elmenhorst machte sich auf den Weg zum Fischereihafen, um alte Kollegen wiederzutreffen und das war gar nicht so einfach bei den Massen. „Wir erwarten heute im Laufe des Tages 8000 bis 10 000 Gäste“, sagt Mitorganisatorin Gabriele von Gostomski. Zur diesjährigen Auflage des Fischereitreffens wurden ehemalige Hochseefischer, Kombinatsmitarbeiter und Gäste aus allen Bundesländern erwartet. Das Treffen wird zusätzlich von verschiedenen regionalen Stammtischen aus Rostock, Waren (Müritz), Güstrow, Dresden getragen. Auch in Thüringen und Bayern wird die Traditionsarbeit gepflegt.

Zur Eröffnung der Veranstaltung erfolgte eine Kranzniederlegung zu Ehren der auf See gebliebenen Seeleute. Der Shantychor Luv un Lee und das Blasorchester der Hansestadt Rostock gestalteten den musikalischen Rahmen. Zusätzlich gab es ein Treffen der Fischtrawler an der Kaikante. Des Weiteren hatten die Organisatoren Möglichkeiten geschaffen, damit sich Schiffsbesatzungen und Landabteilungen separat treffen konnten. Es gab Führungen im Traditionskabinett und ein Open Ship auf dem Bundespolizei-Boot „Eschwege“. Bei einer Busrundfahrt in einem historischen Ikarus-Bus konnten die Gäste die Gegenwart des Rostocker Fracht- und Fischereihafens erleben. „Hier wurde in den vergangenen Jahren viel investiert“, sagt Maik Jüdith. Der 37-Jährige aus Groß Klein ist seit sechs Jahren in der Schädlingsbekämpfung des Hafens tätig. Der Ausbau der Anlagen mit allen technischen Neuheiten weckte sein Interesse. Der heutige Universalhafen, in dem unter anderem Getreide, Baustoffe, Bleche und Holz verladen werden, konnte in den Jahren 2013 und 2014 mehr als eine Million Tonnen Güter umschlagen. 1950 wurde der volkseigene Betrieb Hochseefischerei Rostock gegründet. Das Kühlhaus wurde bereits in den 1960er-Jahren errichtet. Hier ist die Zwischenlagerung von 10 000 Tonnen Tief-und Leichtkühlware möglich. Die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH feiert in diesem Jahr bereits ihr 25-jähriges Bestehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen