Spende : Großes Geschenk für den Verein Ohne Barrieren

Der Schlüssel zum Neuwagen: Susann Schubert und Sebastian Falk wollen das Auto zukünftig primär für Fahrten zwischen dem Bio-Hof an der Küstenmühle und den Wohnanlagen des Vereins Ohne Barrieren nutzen.
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Der Schlüssel zum Neuwagen: Susann Schubert und Sebastian Falk wollen das Auto zukünftig primär für Fahrten zwischen dem Bio-Hof an der Küstenmühle und den Wohnanlagen des Vereins Ohne Barrieren nutzen.

Gemeinnützige Institution bekommt Neuwagen gesponsert / Künftig wollen Mitglieder damit Bio-Hof bewirtschaften

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14. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Für den Verein Ohne Barrieren ist Weihnachten vorverlegt worden. Das Autohaus am Fischereihafen hat dem sozialen Träger ein neues Fahrzeug geschenkt. Damit können Mitarbeiter in Zukunft eigene Projekte realisieren, wie die Bewirtschaftung von Grünanlagen. „Wir sehen immer wieder, dass Ohne Barrieren viel für die Gesellschaft unternimmt“, sagt Karl-Heinz Krüger und begründet damit das Engagement seiner Firma für den Verein.

Vor allem Landwirtin Susann Schubert freut sich über den neuen fahrbaren Untersatz. Als Chefin der Bioland-Gärtnerei Küstenmühle in Neu Hinrichsdorf weiß sie das Fahrzeug gut einzusetzen. „Meine Mitarbeiter und ich kümmern uns auch um die Grünanlagenpflege in den Wohneinrichtungen unseres Vereines. Wir können dafür Produkte aus unserem landwirtschaftlichen Betrieb nutzen.“

2007 hat Susann Schubert den Bio-Bauernhof mit dem Ziel, integrative Arbeit zu fördern, aufgebaut. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern zieht sie Jungpflanzen an, erntet Tomaten, Pastinaken und Gurken und kümmert sich um eine kleine Gärtnerei. „Wir beliefern auch unsere Cap-Märkte mit den Produkten.“

Einer ihrer treuesten Mitarbeiter ist der 34-jährige Sebastian Falk. Als EU-Rentner darf er nur drei Stunden am Tag arbeiten. Viermal wöchentlich packt er auf dem Bio-Hof mit an. „Es macht mir Spaß, alle anfallenden Arbeiten zu erledigen und neue Ideen umzusetzen. Ich packe Kisten, wasche Gemüse und grabe die Beete um. Es ist schön zu sehen, was man mit seinen eigenen Händen schaffen kann.“

Und genau darum geht es auch: „Es ist wichtig, dass unsere Betroffenen sich selbst spüren, dass sie merken, dass sie lebendig sind und gebraucht werden“, betont Susann Schubert. Deshalb realisiert Ohne Barrieren neben der Bioland-Gärtnerei auch noch andere Projekte. Der Verein ist unter anderem in der Tourismusbranche sehr aktiv. „Schon vor 20 Jahren haben sich die Mitglieder bemüht, integrative Arbeitsplätze zu schaffen. Betroffene sollten mit Nicht-Betroffenen zusammenarbeiten“, erzählt Vorstandsmitglied Wilfried Steinmüller.

Während Betroffene vorher hauptsächlich in Werkstätten tätig gewesen wären, hätten sie nun mehr Möglichkeiten, ihre Arbeitsfelder zu erweitern. „Im neuen Sportforum arbeiten zu 50 Prozent Menschen mit Handicap“, so Wilfried Steinmüller. Auch in den Cap-Märkten haben die Betroffenen gute Job-Chancen.

„Der Verein Ohne Barrieren ist in den vergangenen 15 Jahren stark gewachsen. Wir konnten viele unserer Pläne realisieren. Auch in Zukunft wollen wir uns weiter vernetzen“, betont Wilfried Steinmüller. „So wollen wir bald auch kommunale Dienste anbieten wie zum Beispiel die Grünanlagenpflege in Kindergärten.“

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