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Stadtentwicklung : Große Pläne bis zum Stadtgeburtstag

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kommt bis 2018 ein neuer Kreuzfahrtkai in Warnemünde? Oberbürgermeister Roland Methling spricht über die künftige Entwicklung Rostocks

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erstellt am 16.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Dass Warnemünde bis 2018 den dringend benötigten vierten Kreuzfahrtanleger bekommt, wird immer wahrscheinlicher. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) bestätigte gestern bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates: „Wir sind im Gespräch, ein bis zwei zusätzliche Anlegeplätze in Warnemünde zu errichten, und wir werden das auch umsetzen.“ Zum großen Stadtgeburtstag, 2018 sollen Schiffe an den neuen Plätzen anlegen.

Im Gespräch steht der Ankauf der nördlichen Spitze von Nordic Yards. „Genug Fläche haben wir. Wir sind bereit, Teile zu verkaufen“, sagt Stefan Sprunk, Sprecher von Nordic Yards. Der Ausbau der Anlegeplätze für Kreuzliner sei notwendig, um die Spitzenposition Rostocks in der touristischen Schifffahrtsbranche halten zu können. Mehr als eine halbe Million Gäste aus aller Welt würden aufgrund des Kreuzfahrttourismus in die Hansestadt kommen. „25 Prozent der jährlichen Hotelübernachtungen werden von Touristen gebucht, die im Warnemünder Hafen zu- oder absteigen“, so Roland Methling. Investitionen in die Zukunft des Warnemünder Hafens seien notwendig. Auch seitens des Landes erhofft sich der Oberbürgermeister dabei finanzielle Unterstützung.

Doch der Pier-Ausbau ist nicht die einzige Herausforderung, vor der die Hansestadt künftig steht. Für Diskussions- und Zündstoff haben in jüngster Vergangenheit vor allem die Planungen zum Theaterneubau sowie die finanzielle Situation des Flughafens Rostock-Laage gesorgt. „Wir waren kurz davor, uns als Gesellschafter des Flughafens zurückzuziehen. Durch die Zusage des Landes, in den nächsten vier Jahren je eine Million Euro Fördermittel bereitzustellen, konnten wir aufatmen“, sagt Roland Methling.

Wie die finanzielle Unterstützung vom Land für den Rostocker Theaterneubau dagegen konkret aussehen soll, ist noch unklar. „Das Theater wird 50 bis 60 Millionen Euro kosten. Wir brauchen konkrete Zahlen, wie viel das Land zuschießt“, sagt der OB. Die Stadt selbst hat bereits im vergangenen Jahr 250 000 Euro für eine Theater-Stiftung zurückgelegt. Aus dem diesjährigen Haushalt sollen zwei Millionen in die Stiftung fließen, 2015 sogar fünf bis zehn Millionen. 2015 soll auch mit dem Neubau begonnen werden. „Wenn wir über das Entwicklungskonzept der Stadt sprechen, ist der Bau eines neuen Theaters ein wichtiger Schritt“, so der OB. Ebenso notwendig sei aber auch, den Stabilisierungskurs Rostocks aufrechtzuerhalten und weiter Schulden abzubauen.

In den kommenden Jahren stehe die Hansestadt vor einem Renovierungs- und Sanierungsstau von 200 Millionen Euro. Darunter fallen unter anderem die Sanierung der Feuerwache in der Südstadt, die Renovierung von Kindertagesstätten sowie Sanierungskosten von 3,5 Millionen für die Rostocker Kunsthalle, die dringend neue Elektroinstallationstechnik benötigt. Um das wirtschaftliche Wachstum der Hansestadt zu stärken, hofft Roland Methling auch in den nächsten Jahren auf Neuansiedlungen von Unternehmen. Seit 2005 konnten so jährlich 1000 neue versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Das habe auch Auswirkungen auf die Einwohnerzahl der Stadt. „Die Entwicklungszahlen sind gigantisch. Für das vergangene Jahr können wir rund 800 neue Einwohner verzeichnen“, sagt der OB. „Mein Ziel ist es, dass wir bis 2018 eine Einwohnerzahl von 215 000 erreichen können.“ Damit dies zu realisieren sei, sollen bis dahin auch weitere attraktive Wohnungsbauprojekte umgesetzt werden.

 

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