Boxen : Große Kerle im Ring: Footballer gegen Handballer

In der Ruhe liegt die Kraft: Tilo Laars kämpft für die rote Ecke.
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In der Ruhe liegt die Kraft: Tilo Laars kämpft für die rote Ecke.

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13. Dezember 2013, 10:00 Uhr

Am 21. Dezember ist es so weit: 30 Männer steigen bei der Benefiz-Fight-Night in den Ring. Sportler, Firmenvertreter und alte Bekannte aus vorherigen Box-Events für Neulinge betreten an diesem Abend das Seilquadrat. Der Erlös der Benefiz-Fight-Night kommt vier sozialen Projekten für Kinder – dem Kinderhospiz Oskar, der Rostocker Tafel, dem Kinderschutzbund und „Frogs for Future“ – zu. Es gibt 15 spannende Duelle – eines davon zwischen Tilo Laars und Maximilian Hellmuth.

„Wenn man sich nach dem Training umgezogen hat, sich ins Auto setzt, auf nichts mehr Bock hat und gerade noch die Hände an das Lenkrad kriegt, dann weiß man: Es hat sich gelohnt“, sagt Tilo Laars. Der Footballer der Griffins hat die Schulterpolster vorübergehend gegen die Boxhandschuhe getauscht und trainiert seit Wochen für seinen großen Boxkampf bei der Benefiz-Fight-Night am 21. Dezember. Dienstags, Donnerstags und Freitags ist er im Allround-Sport-Gym. Sein Fokus liegt auf Kondition und natürlich Technik. Nach der Einheit am Freitag legt er noch einen oben drauf und trainiert mit den Griffins.

Vereinskollege Heiko Pawils hatte 2011 und 2012 selbst an der Benefiz-Fight-Night teilgenommen und den 21-Jährigen angeworben. Er hat die neue sportliche Herausforderung angenommen. Freunde und Familie stehen zu einem Großteil voll hinter ihm. Aber sie guckten nicht schlecht, als er letzte Woche mit „dicker Nase und blauem Auge“ nach dem Sparring auftauchte. „Ich hatte ’ne schlechte Deckung, aber das steckt der gute Sportsgeist weg.“ Aufgeregt vorm großen Kampf ist er nicht. „Ich bin ein Ruhigblut. Und auch wenn ich da wieder mit dickem Gesicht rausgehe, ich freu’ mich einfach drauf.“ Er will es wissen und gewinnen. Und wenn er nicht gewinnt? – „Dann will ich Revanche!“ Aufgeben ist nichts für ihn.

Und wer denkt, dieser Einsatz wäre schwer zu toppen, kennt Tilo Laars’ Gegner noch nicht. Maximilian Hellmuth vom HC Empor ist eine Kämpfernatur. Sieg oder Niederlage will er nicht dem Zufall überlassen, er trainiert unglaubliche achtmal die Woche. Als Sportschüler am Christophorus-Gymnasium hat er Montag, Dienstag und Donnerstag Frühtraining im Handball, Montag und Freitag Empor-Training, Dienstag und Donnerstag ist er beim Boxen und nimmt Sonnabend noch ein Technik-Training mit. Und als ob das noch nicht genug wäre, macht er zu Hause ein bisschen Sparring mit seinem Mitbewohner Philip Mindt. Er hat im letzten Jahr selbst teilgenommen, ebenso wie davor Empor-Kollege Florian Zemlin 2011. „Ich will in deren Fußstapfen treten.“ Dafür nimmt er die Einbußen in der Freizeit hin. Seine Familie in Leipzig ist stolz, vor allem sein Vater, der ihm schon letztes Jahr vorgeschlagen hatte, anzutreten. „Mein Vorteil sind Kraft, Schnellkraft und Kondition. Mein Fokus liegt auf der Technik. Ich will gewinnen.“ Den Abend ist er schon oft im Kopf durchgegangen. Jetzt will er die Anspannung eher zurückfahren. „Ich weiß ja, dass ich gut trainiere.“ In der Hinsicht kann er von Ruhigblut Tilo Laars noch was lernen, hofft für ihn aber, dass er auch gut vorbereitet ist. Es bleibt spannend, wer von beiden sich den Sieg holen kann.

Beginn der Benefiz-Fight-Night ist um 18 Uhr in der Ospa-Arena, Tschaikowskistraße 45, Einlass ab 16.30 Uhr. Tickets sind im Pressezentrum, Neuer Markt 3, bei der MV-Ticketbox, Kröpeliner Straße 54, sowie im Allround-Sport-Gym, Kolumbusring 61, erhältlich.

Tickethotline 0381/491 79 22 oder unter www.mvticket.de

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