Ostseemeeting Bad Doberan : Große Dramatik auf der Rennbahn

Viele Besucher fiebern bei den Rennen eifrig mit und die Wettkasse klingelt beim Ostseemeeting auf der Bad Doberaner Galopprennbahn.  Fotos: Mikl
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Viele Besucher fiebern bei den Rennen eifrig mit und die Wettkasse klingelt beim Ostseemeeting auf der Bad Doberaner Galopprennbahn. Fotos: Mikl

Gäste bejubeln beim Ostseemeeting schöne Pferde. Stute stirbt nach Start. Jockey kommt ins Krankenhaus. Panne bei der Werbung

„Wir wollen nicht reich werden, aber Spaß muss sein“ – Ganz nach diesem Motto hat Familie Kroeger am Sonnabend beim Ostseemeeting fleißig mitgewettet. Beim dritten Rennen über 2050 Meter am Sonnabend sorgte die englische Vollblutstute So Nice mit Jockey Francescu Ladu beim Familienquartett für Begeisterung, denn die Stute war ihr Favorit. Um sieben Euro und fünfzig Cent waren die Kroegers reicher und hatten dabei ihren Spaß. Den hatten auch die Organisatoren, nachdem bereits am Freitag rund 2500 Besucher Rennatmosphäre genießen wollten.

Der Sonnabend begann allerdings mit einigen dramatischen Ereignissen: Nachdem im ersten Rennen Stute Iffinvasion aus dem Rennstall Erzgebirge ihren tödlichen Verletzungen beim Start erlag, musste im zweiten Rennen Jockey Erhan Yavuz nach einigen Eskapaden seines Pferdes ins Krankenhaus eingeliefert werden. So verlagerte sich das Hauptrennen um den Anpak-Superpackage-Ostsee-Preis in Höhe von 22 500 Euro auf den späten Nachmittag.

„Wir sind froh, dass sich noch Sponsoren für dieses Ostseemeeting gefunden haben, denn wir sind seit sechs Jahren begeisterte Fans“, sagte Doreen Kroeger. Diesen Grundgedanken hatte auch Hauptsponsorin Andrea Kötz, Firmenchefin der Anpak Superpackage GmbH. „Diese Galopprennbahn ist etwas Besonderes, deshalb habe ich mich entschlossen den Bad Doberanern finanziell unter die Arme zu greifen“, sagte die Hamburgerin zum kurzfristigen Einstieg als Hauptsponsorin. Allerdings wird es dabei auch bleiben: Die Organisatoren hatten – für alle Besucher sichtbar – vergessen die Werbebanner des ehemaligen gegen die des aktuellen Hauptsponsors auszuwechseln, was im Zuge der weltweiten Fernsehübertragung eine nicht tragbare und blamable Fehlorganisation für Andrea Kötz und andere Fachleute darstellte. Lediglich drei kaum lesbare Logo-Fahnen wehten in weiter Ferne. Immerhin durfte sie sich über die Lorbeeren ihres eigenen Rennpferdes freuen. Wallach Anpak belegte beim Rennen über 1300 Meter mit Jockey Daniele Porcu den 2. Platz.
 

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