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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 05:59 Uhr

Östliche Altstadt : Großbaustelle bald Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Arbeiten auf dem Platz vor der Nikolaikirche sollen im Oktober abgeschlossen sein.

von
erstellt am 03.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Seit mehr als einem Jahr gleicht der Platz vor der Nikolaikirche einer Großbaustelle. Jetzt ist ein Ende der Arbeiten absehbar. Die Eurawasser Nord GmbH hat fast alle geplanten Leitungen verlegt. „Bis Ende September haben wir alles fertig. Sechs Wochen sollten ausreichen für die restlichen Arbeiten“, sagt Udo Schultz, Leiter des Baumanagements. Im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) hat Eurawasser insgesamt 381 Meter Regenwasser-, 380 Meter Schmutzwasser- und 445 Meter Trinkwasserleitungen verlegt. Die Leitungen für Schmutz- und Regenwasser seien vollständig verlegt, nur an den Trinkwasserleitungen werde noch gearbeitet.

Begonnen hat das Großprojekt im April 2013. Die Arbeiten haben sich etappenweise durch die Straßen Am Wendländer Schilde, die Mühlenstraße und Am Bagehl gezogen. „Damit der Verkehr weiter rollen kann, haben wir uns insgesamt neun verschiedene Verkehrskonzepte überlegt“, berichtet Udo Schultz. Trotz der großen Dimensionen der Baustelle sei alles reibungslos verlaufen. „Wir hatten nie Probleme mit den Anwohnern.“

Mit dem neuen Leitungsnetz sind die Arbeiten aber noch nicht vollständig abgeschlossen. Denn nachdem der Platz nun unterirdisch auf dem neuesten Stand ist, sollen auch die Oberflächen grundsaniert werden. So wird die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) die zentrale Parkfläche pflastern – hier haben in Zukunft 68 Autos Platz – und Grünbereiche anlegen. Die Gehwege der umliegenden Straßen wurden bereits denkmalgerecht saniert.

Laut RGS-Geschäftsführer Reinhard Wolfgramm soll der Platz Anfang Oktober freigegeben werden – pünktlich zum Altstadtfest. Das dürfte viele Anwohner und Gewerbetreibende in der Umgebung freuen. Eine von ihnen ist Ursula Hauke, die in der Mühlenstraße ein Friseurgeschäft betreibt. „Laufkundschaft habe ich gar nicht mehr“, sagt sie. Problematisch seien vor allem Lärm und Schmutz. „Es hat mich und meine Mitarbeiter schon sehr viel Kraft gekostet“, so Ursula Hauke. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, erhofft sich die Friseurin neuen Schwung für die Altstadt. „Ich hoffe, dass der Stadtteil so wieder mehr an das Leben der Rostocker Innenstadt angebunden wird. Die Altstadt wird anders als in anderen Städten hier oft vergessen.“

Auch für Robert Rutkowski, den Betreiber des Cafés A Rebours, das sich direkt Am Wendländer Schilde befindet, ist das Ende der Arbeiten ein Segen. Im vergangenen Sommer war sein Lokal durch die Straßensperrungen kaum erreichbar, erzählt er. Das habe erhebliche Einbußen mit sich gebracht. „Es war ziemlich eng, wir sind ganz dicht an der Insolvenz vorbeigeschrammt.“ Den Sinn der Arbeiten stellt der Gastronom aber nicht in Frage. „Dieser Platz war wirklich ein Schandfleck. Es war notwendig, etwas zu tun.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

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