zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:08 Uhr

Groß Klein: Reha-Neubau in Sicht

vom

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2012 | 07:01 Uhr

Groß Klein | Im äußersten Nordwesten von Groß Klein könnte bald ein sozialmedizinisches Reha-Zentrum entstehen. Die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik will dort betreutes Wohnen mit ergänzenden therapeutischen Behandlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten.

Den in der Stadtverwaltung bekannten Plänen zufolge sollen ein Bauern- und Nutzhof, eine Küche, Werkstätten und mehrere Sportanlagen zentrale Bestandteile der Therapien werden. So sollen die Betroffenen den Umgang mit Tieren, gesunde Ernährung und Genusstraining sowie kreatives und handwerkliches Arbeiten erlernen. Sportlicher Betätigung kommt eine weitere wichtige Rolle zu. Als Standort des Zentrums ist das Grundstück vorgesehen, auf dem bis vor 20 Jahren die Studenten der ehemaligen Ingenieurhochschule Warnemünde gewohnt haben.

Allerdings muss der Bebauungsplan für das rund 3,6 Hektar große Gebiet zwischen S-Bahn, Kleingartenanlage Am Malbusen und der Straße Zum Laakkanal noch angepasst werden. Die Ausschüsse für Stadt- und Regionalentwicklung sowie Bauen und Planung haben bereits zugestimmt. Und auch der Ortsbeirat unterstützte das Vorhaben einstimmig. "Aus unserer Sicht würden Gelände und Stadtteil aufgewertet", sagt der Vorsitzende Uwe Michaelis (SPD). Schließlich liege das Grundstück seit einigen Jahren brach, das Wohnheim wurde längst abgerissen.

"Bislang war an dieser Stelle Wohnbebauung vorgesehen. Doch wegen der S-Bahn-Trasse und dem damit verbundenen Lärm ließ sich das nicht umsetzen", sagt Monika Fritsche vom Stadtplanungsamt. Aus ihrer Sicht sei der Standort am Rande eines Wohngebiets ideal für das Reha-Zentrum geeignet. Vor der endgültigen Zulassung müsse dennoch erst die Lärmbelastung untersucht werden. Denn außer der S-Bahn befinden sich auch das maritime Gewerbegebiet Groß Klein und die Stadtautobahn in Hörweite.

Das Schallgutachten soll Schutzmaßnahmen festlegen, mit denen der Lärmbelastung entgegengewirkt werden kann und die im Bebauungsplan aufgenommen werden. Darüber hinaus sind weitere Gutachten zu den Belangen des Natur- und Artenschutzes vorgesehen. Deren Ergebnisse sollen in einen noch zu erarbeitenden Grünordnungsplan einfließen.

Zur Ver- und Entsorgung des Zentrums sollen laut Stadtverwaltung bestehende Trassen genutzt werden. Große neue Leitungen müssten nicht verlegt werden. Die Kosten des gesamten Projekts soll die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik komplett selbst tragen, sodass für die Stadt keine Kosten entstehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen