Nobelpreisträger : Grass als Maler und Illustrator

Günter Grass schuf auch zahlreiche Aquarelle wie beispielsweise „Landschaft mit Birken“.  Zeichnung: Günter Grass
Günter Grass schuf auch zahlreiche Aquarelle wie beispielsweise „Landschaft mit Birken“. Zeichnung: Günter Grass

Ausstellung in der Kunsthalle Kühlungsborn zeigt Querschnitt seines Schaffens

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04. August 2015, 15:00 Uhr

Günter Grass war nicht nur ein Schriftsteller von Weltrang und Nobelpreisträger, er hat sich auch als Maler, Zeichner und Illustrator einen Namen gemacht. Diesem Teil seines Schaffens widmet sich die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Kühlungsborn. In der Ostseeallee 48 können Besucher einen Querschnitt seiner Werke betrachten.

Geboren wurde Günter Grass 1927 in Danzig als Sohn eines deutschen Lebensmittelhändlers und seiner kaschubischen Ehefrau. Nach Abitur, Kriegsdienst und kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft siedelte der junge Grass nach Düsseldorf über. Dort absolvierte er eine Steinmetzlehre und studierte anschließend an der Kunstakademie Bildhauerei und Grafik. Seine Studien vervollkommnete der Künstler in Berlin und Paris, parallel dazu schrieb er Lyrik, Theatertexte und zunehmend Prosa. Mit „Die Blechtrommel“ hatte Grass 1959 seinen Durchbruch als Schriftsteller, 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Während das bildhauerische Werk neben dem dichterischen zunehmend in den Hintergrund trat, produzierte er ein beachtliches Oeuvre an bildnerischen Arbeiten, vor allem Grafiken, Illustrationen und Zeichnungen sowie Aquarelle. Von seinen ersten Veröffentlichungen als Schriftsteller an lieferte er dazu eigene Grafiken, so zu seinen Romanen „Der Butt“ (1980) und „Das Treffen in Telgte“ (1979). Daneben schuf Grass zahlreiche Kohle- und Federzeichnungen, die meist einen makaber-surrealistischen, auch ironisch-witzigen Ausdruck haben. Sich selber hat Grass ebenfalls häufig porträtiert.

Im Kontrast dazu fertigte der vielseitig begabte Künstler eine Reihe ruhiger expressionistischer Aquarelle von Landschaften, Bäumen und Feldern. Diese entstanden meist auf dem Land in seiner Wahlheimat Schleswig-Holstein. Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist bis 6. September dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr zu sehen.

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