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Hoffnung in Heiligendamm : Grand Hotel: Es gibt zehn Interessenten

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Seit Monaten waren die Angestellten des insolventen Grand Hotels in Heiligendamm in der Nähe von Rostock in Unsicherheit, wie es weitergehen soll. Nach einer Mitarbeiterversammlung am Freitag herrscht wieder Hoffnung.

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2012 | 09:48 Uhr

Heiligendamm | Seit Monaten waren die Angestellten des insolventen Grand Hotels in Heiligendamm in der Nähe von Rostock in Un sicherheit, wie es weitergehen soll. Nach einer Mitarbeiterversammlung gestern scheint wieder Optimismus zu herrschen. Es soll weitergehen mit dem Nobelhotel am Ostseestrand.

Knapp zwei Monate nach dem Insolvenzantrag gibt es zehn Bewerber für die Übernahme des Grand Hotels Heiligendamm. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter, Jörg Zumbaum, der Belegschaft mitgeteilt. Teilnehmer der Versammlung erzählten, Zumbaum habe betont, dass der Betrieb des Hotels weitergeführt wird. Es gelte nun, das Image des Hauses zu verbessern und so einen neuen Gästekreis zu erschließen. Die Stimmung unter den rund 300 Mitarbeitern sei sehr positiv gewesen, hieß es.

Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG der Jagdfeld-Gruppe als Hotelbetreiber hatte Ende Februar beim zuständigen Amtsgericht in Aachen Insolvenz beantragt. Die Kreditzinsen für den entsprechenden Immobilienfonds konnten nicht mehr gezahlt werden. Und die Banken hatten erklärt, ihre Kredite definitiv nicht zu verlängern. Dem Fonds fehlten früheren Angaben zufolge rund 30 Millionen Euro.

Unterdessen sind viele der insgesamt 1900 Anleger Interessengemeinschaften beigetreten. "Wir versuchen außergerichtlich, ihre Forderung gegen Banken oder Finanzvertriebe durchzusetzen", sagte der Stuttgarter Gläubiger-Anwalt Andreas Frank, dessen Kanzlei eigenen Angaben zufolge rund 300 Anleger vertritt. Für sie bestehe eine gute Chance, zumindest einen Teil ihres Geldes zurückzubekommen. Viele seien beim Kauf der Anteile nicht deutlich genug auf Risiken aufmerksam gemacht worden.

Die Anleger hatten beim Kapitalschnitt im vergangenen Jahr 90 Prozent verloren. Damals wurde das Investitionskapital von 127 auf 12,7 Millionen Euro reduziert.

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