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21. November 2017 | 03:54 Uhr

Graal-Müritz: Neue Bürgerinitiative gegründet

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erstellt am 22.Feb.2013 | 12:10 Uhr

Graal-Müritz | Im Ostseeheilbad Graal-Müritz gibt es eine neue Bürgerinitiative (BI). Die von Udo Gülzow, Udo Schumann und Margot Maroß ins Leben gerufene Gruppierung hat das Ziel, einen Bürgerentscheid herbeizuführen. "Denn die Graal-Müritzer sollen selbst darüber entscheiden dürfen, ob die Fläche des so genannten Wäldchens an der Seebrücke im Gemeindeeigentum verbleiben soll oder nicht", sagt Gülzow.

Er hat sich im vergangenen Jahr am Ideenwettbewerb beteiligt, bei dem Einwohner und Interessierte aufgerufen worden waren, Vorschläge für die künftige Gestaltung dieses Areals einzureichen. "Die Mehrheit der Vorschläge bezog sich darauf, diese Flächen für die Gemeinschaft zu erhalten - doch dem ist die Gemeindevertretung nicht gefolgt", sagt der Graal-Müritzer. Die Quintessenz des Ideenwettbewerbs sei seiner Meinung nach nicht bei den Entscheidern angekommen.

Stattdessen wurde auf Empfehlung vom Tourismus- und Bauausschuss eine Variante bevorzugt, die für das Gebiet eine teilweise Bebauung vorsieht. So, wie es der B-Plan für die Flächen erlaubt. Der kann aber bis Ende März dieses Jahres nicht umgesetzt werden, weil ein Verkaufsverbot besteht. Damit reagierte die Gemeindevertretung 2011 auf ein damals laufendes Bürgerbegehren, an dem Gülzow ebenfalls mitwirkte.

"Im Finanzausschuss wurde jetzt aber eine Beschlussempfehlung abgegeben, in den aktuellen Haushaltsplan eine Summe von 450 000 Euro als Verkaufserlös aus dieser Fläche einzustellen", so Gülzow, der deshalb die Frage aufwirft, "ob wir hier alle vorsätzlich getäuscht werden". Die Bemühungen von ihm und seinen beiden Mitstreitern, die von der Graal-Müritzer SPD, dem Fremdenverkehrsverein und der Fraktion Bürger für Graal-Müritz unterstützt werden, sieht er selbst als Stärkung der Demokratie im Ort. "Gemeindeeigentum muss für Einwohner und Gäste erhalten bleiben. Deshalb muss eine Entscheidung über dessen Veräußerung auch von einer Mehrheit der Graal-Müritzer mitgetragen werden", sagt er.

Ziel der Anstrengungen sei nicht primär der Walderhalt oder die Frage, ob ein Hotel auf dieser Fläche gewollt sei oder nicht. Es ginge ihnen vielmehr um den Grund und Boden, der gerade auch in dieser exponierten Lage nicht veräußert werden dürfte.

Bis sie auf der Suche nach Unterstützer-Unterschriften durch das Ostseeheilbad gehen werden, dauert es aber noch. Denn laut des Sprechers der Bürgerinitiative müssten sie den Ablauf des Verkaufsverbotes Ende März abwarten, bevor sie weitere Schritte einleiten dürfen. Mit Spannung erwartet das Trio deshalb die kommende Gemeindevertretersitzung am 28. Februar, auf der es um den Haushalt gehen soll.

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