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11. Dezember 2017 | 03:07 Uhr

"Gorch Fock" hat schon angelegt

vom

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erstellt am 06.Aug.2013 | 08:15 Uhr

Rostock | In der Abendsonne tauchte ihr weißer Rumpf über der Kimm auf - und ab da verfolgten Tausende auf der Mole in Warnemünde und überall an der Küste, wie die lang erwartete "Gorch Fock" Kurs auf die Hansestadt nahm. Das Segelschulschiff der deutschen Marine machte gegen 19 Uhr am Liegeplatz 3-4 fest. Für die Marine ist es eine Ehrensache, dass sie die imposante Dreimast-Bark aus Kiel als Flaggschiff zur Hanse Sail 2013 entsandt hat: "Seit Oktober ist Rostock die deutsche Marinehauptstadt. Für die Hanse Sail wollen wir immer noch ein bisschen draufpacken", sagt Vizeadmiral Axel Schimpf, der Inspekteur der Marine.

Die Hanse Sail 2013 beginnt offiziell am Donnerstag und sie verspricht, ein maritimes Großereignis der Extraklasse zu werden. Auf der Schiffsliste stehen 220 Schiffe aus 13 Nationen, die bis Sonntag zu mehreren Regatten und Ausfahrten in See stechen und noch Mitsegler an Bord nehmen. 60 Fahrgeschäfte und 500 Marktstände verwandeln Rostock und Warnemünde in das größte Volksfest des Nordostens. Und für die Besucherzahl hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) die Messlatte angelegt: "Unter einer Million machen wir es nicht." Der Rathauschef unterstreicht, dass die Bedeutung der Sail auch bei den Spitzen von Wirtschaft und Politik angekommen sei. Die Schirmherrschaft über die Hanse Sail 2013 hat in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übernommen. Vor Ort wird sie vertreten von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Er kann sich sicher sein, dass er bei der Eröffnung des Traditionsseglertreffens so freundlich wie selten begrüßt wird. Denn er hat jüngst einen langjährigen Streit über Sicherheitsstandards zumindest vorübergehend beendet. Hintergrund ist die Diskussion um schärfere Vorschriften für die Schiffe, um die Sicherheit der Passagiere zu erhöhen. Es bestand die Befürchtung, dass viele Eigner ihr kostenintensives Hobby dann nicht weiterbetreiben können. Traditionsschiffe, die Ende 2012 über ein Sicherheitszeugnis verfügten, sollen nun ohne weitere Auflagen eine Verlängerung für zwei Jahre erhalten. "Wir müssen auch bei der Sail um die Zukunft der Traditionschifffahrt ringen", sagt Oberbürgermeister Methling.

Heute kommen gleich mehrere Windjammer in Warnemünde an: die "Krusenstern" und die "Mir" aus Russland, die polnische "Dar Mlodziezy" und die erst 2011 vom Stapel gelassene "Alexander von Humboldt II" aus Bremerhaven. Zwölf der großen Rahsegler werden insgesamt zur Hanse Sail erwartet. "Da wird es schon mal eng an der Kaikante", sagt Sail-Chef Holger Belgardt.

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