Verkaufsschlager : Glühwein ist bereits seit der Antike ein beliebtes Getränk

Überprüft: Rolf Peters (l.) und Mitarbeiter Andreas Schult checken regelmäßig die Qualität ihrer selbst produzierten Glühweinsorten.
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Überprüft: Rolf Peters (l.) und Mitarbeiter Andreas Schult checken regelmäßig die Qualität ihrer selbst produzierten Glühweinsorten.

Rolf Peters von der Satower Mosterei weiß, worauf es bei der Herstellung ankommt

svz.de von
16. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Weihnachtszeit – es duftet nach Punsch und heißer Schokolade. Auf den Weihnachtsmärkten ist nach wie vor der Glühwein der Verkaufsschlager.

Ob das beliebte Getränk zum Kopfschmerz-Cocktail oder zur Vitamin-Bombe wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Rolf Peters ist Inhaber der Satower Mosterei mit 35-jähriger Familientradition und produziert inzwischen drei unterschiedliche Glühwein-Sorten. Der Familienvater kennt die Haken und Tricks bei der Zubereitung von Glühwein. ,,Wichtig sind vor allem die Qualität der verwendeten Weinsorten, der Grundstoffe und die Erhitzungstemperatur“, erklärt Rolf Peters die Prioritäten bei der Herstellung, denn Traubenweine verlieren bereits bei Temperaturen über 60 Grad Celsius die wertvollen Inhaltsstoffe.

Bei höheren Temperaturen, über 80 Grad Celsius, verdampft der Alkohol, die Gewürze verändern sich im Geschmack und es werden zusätzlich krebserregende Zuckerabbauprodukte freigesetzt. Industriell produzierter Billig-Glühwein aus dem Tetra-Pack wird häufig aus niederen Qualitätsweinen hergestellt.

Mit Amaretto, Rum oder Wodka veredelt, erhält der hochwertige Glühwein sein Sahnehäubchen und wird vom Glühwein zum Punsch erklärt. Mit Beerensaft – als Alternative zum Wein – lässt sich der alkoholfreie Schwedenpunsch zaubern. Rolf Peters empfiehlt als Beigabe Rosinen und Mandeln – wie im schwedischen Glögg. Kleingeschnittene Orangen liefern als weitere Zutat eine extra Portion Vitamin C bei Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Mit unterschiedlichen Rezepturen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Gewürze, wie beispielsweise Sternanis, Zimt, Nelken und Kardamom, versetzen Genießer beim Bummel über den Weihnachtsmarkt in Adventsstimmung – und das seit Jahrhunderten.

Seinen Ursprung hat der Glühwein in der Antike. Kalt getrunkene Würzweine waren bereits im Mittelalter begehrt. Ob der Glühwein letztendlich aus Rotwein, Weißwein oder aus Apfelwein hergestellt wird, unterliegt den Geschmäckern der unterschiedlichen, europäischen Regionen.

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