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20. November 2017 | 09:05 Uhr

Rostock Gartenstadt : Glückwunsch zum 40., Assumbo!

vom

Als Assumbo in die Tropenhalle kam, war irgendetwas anders: In der Mitte des Geheges lagen Geschenke, Obst und eine große Torte. Der Grund: Der Silberrücken feierte seinen 40. Geburtstag.

svz.de von
erstellt am 16.Jul.2013 | 08:15 Uhr

Gartenstadt | Als Assumbo gestern Morgen in die Tropenhalle kam, war irgendetwas anders: In der Mitte des Geheges lagen Geschenke, Obst und eine große Torte. Der Grund: Der Silberrücken feierte seinen 40. Geburtstag. Zum Jubiläum gratulierten ihm der Zoo und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten mit einer Extraportion Leckereien. "Und weil zu jeder Torte auch ein Kaffee gehört, hat er auch ein Malzbier bekommen", sagt Tierpfleger Manuel Kiep.

Assumbo wurde am 15. Juli in einem Zoo auf der britischen Insel Jersey geboren. Er hat einige Jahre in Prag gelebt, bis er 1999 zur Attraktion in Rostock wurde. Eingeengt verbrachte er 13 Jahre auf kleinstem Raum. "Wir haben alles getan, dass es ihm gut geht", so Kiep. Doch trotz der Bemühungen wurde Assumbo zum Einzelgänger, ein Einzelgänger mit traurigen Augen. Regelmäßig hat er sein Essen abgelehnt, hat vor Wut laut gebrüllt und an den Gitterstäben gerüttelt. Auch der Tod seiner beiden Weggefährtinnen Nigra und Samba hat eine Narbe hinterlassen.

Er ist der Boss und
hat seine Mädels im Griff

Doch mit dem Einzug ins Darwineum hat sich Assumbo verändert: "Er ist ruhiger geworden. Er frisst richtig und zeigt jetzt auch mal, dass er ein richtiger Silberrücken ist", erzählt Kiep. Er lebt zusammen mit den drei Gorilla-Damen Yene, Eyenga und Zola. "Assumbo ist der Boss der Gruppe . Er gibt den Ton an und hat seine Mädels voll im Griff. Gleichzeitig ist er auch der starke Beschützer." Den Beschützerinstinkt könnte Assumbo von seinem Vater Jambo geerbt haben. Dieser rettete 1986 einem Jungen das Leben, als dieser in das Gorillagehege fiel und bewusstlos liegen blieb. Jambo hielt seine Gorillagruppe zurück, streichelte dem Jungen sogar den Rücken. Als der Fünfjährige aufwachte, führte der Silberrücken die Gorillas ins Innengehege. Der Junge konnte unverletzt befreit werden.

"Jeder Gorilla ist anders - so wie wir Menschen. Assumbo ist die Ruhe in Person, auch wenn ihm in vielen Dingen einfach die Geduld fehlt", verrät Kiep. "Gorgo, unser zweiter Silberrücken, ist ganz anders. Der kann sich stundenlang mit Dingen beschäftigen."

Die Tierpfleger hoffen, dass Assumbo nun bald den Wunsch verspürt, auf seine alten Tage noch einmal Papa zu werden. "Der älteste im Zoo lebende Gorilla wurde 51. Natürlich wollen wir in zehn Jahren wieder mit Assumbo anstoßen", sagt Kiep. Der Silberrücken ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken aus dem Rostocker Zoo. Er gehört zu den großen Attraktionen im Tierpark. Und er schafft es, sich immer mehr zu öffnen: Am Geburtstagsvorabend war er das erste Mal für längere Zeit auf dem Außengelände des Darwineums unterwegs.

Endlich sind die Gitterstäbe weg

Mit dem Einzug ins Darwineum bekam Assumbo ein neues Lebensgefühl. Am 8. September 2012 wurde das Menschenaffenhaus feierlich eröffnet. Als das erste Mal die Schieber zur Tropenhalle aufgingen, war Assumbo der Erste, der das neue Areal betrat. „Angst hatte er nicht. Da war nur Neugierde“, erinnert sich Tierpfleger Manuel Kiep. Der Silberrücken ist der Chef seiner insgesamt vierköpfigen Gorilla-Gruppe. Am liebsten baut er sich Nester aus Holzwolle. In der Tropenhalle hat er seinen Lieblingsplatz an einer der Fensterscheiben. Mittlerweile nutzt der Koloss auch den 5000 Quadratmeter großen Außenbereich.

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