Rostock : Glatter Aal vor Rückkauf?

Noch wird der Glatte Aal als öffentlicher Parkplatz genutzt.
Noch wird der Glatte Aal als öffentlicher Parkplatz genutzt.

Hansestadt kann zum 1. Juni Option ziehen, sofern Randalswood Germany keinen Bauantrag einreicht.

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16. April 2015, 12:00 Uhr

Die Geduld der Hansestadt ist am Ende: Liegt bis zum 1. Juni kein genehmigungsfähiger Bauantrag für den Glatten Aal vor, droht sie mit dem Zwangsrückkauf eines Großteils des Filetstücks. Diese Option soll sie bereits 2007 beim Verkauf an Investor Jürgen Klechowitz vertraglich festgeschrieben haben. Nach dessen Tod 2010 und der folgenden Zwangsversteigerung im April 2013 waren die Fristen verlängert worden – bis zum jetzigen 1. Juni. Der Liegenschafts- und Vergabeausschuss der Bürgerschaft hat sich in der vergangenen Woche mit dem Thema befasst.

Aktueller Eigentümer des Glatten Aals ist die Randalswood Germany GmbH mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen hatte der Ire Patrick Joseph McGrath eigens für den Kauf gegründet. McGrath war 2013 selbst größter Gläubiger von Klechowitz beziehungsweise dessen Erben und hatte daher die Zwangsversteigerung erwirkt. Passiert war allerdings auch danach lange nichts. Erst im November vergangenen Jahres hatte Randalswood-Projektleiter Denis Madden ein grobes Konzept im Gestaltungsbeirat vorgelegt. Dieses sieht den Bau eines Hotels sowie Raum für Gewerbe, Wohnungen und Parkplätze vor. Anfang nächsten Jahres sollten Madden zufolge die ersten Bagger rollen. Seinen Angaben nach beträgt die geplante Investition 70 Millionen Euro. Eine Einzelhandels- und Hotelstudie liege vor.

Doch macht die Stadt mit dem Zwangsrückkauf ernst, wären mindestens die Pläne auf dem Teil östlich der Buchbinderstraße in Gefahr. Dieses Grundstück hatte die Hansestadt selbst an Klechowitz verkauft, der westliche Teil hatte dem Land gehört. Und das hatte keine entsprechenden Auflagen im Kaufvertrag festgeschrieben.

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